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- 17. Mai 2006 2 Min.
Das polnische Filmfestival in Berlin eröffnet provokant mit dem schwulen Spielfilm "Homo Father".
Von Carsten Weidemann
Das Polnische Institut in Berlin und Kino Babylon in Berlin-Mitte haben sich viel vorgenommen. Vom 18. Mai an werden sie zehn Tage lang Filme zeigen, die das aktuelle Leben der EU-Nachbarn im Osten widerspiegeln. Aber auch so Klassiker wie die Zeichentrickfiguren Lolek und Bolek sind neu zu entdecken.
Mit dem Eröffnungsfilm "Homo Father", der die Geschichte einer schwulen Beziehung in Polen erzählt, haben die Organisatoren – sicherlich bewusst – ein politisches Signal gesetzt. Denn in den vergangenen Monaten war immer wieder von den homofeindlichen Übergriffen am Rande von schwul-lesbischen Demonstrationen in Warschau und Krakau zu lesen. Selbst vor Aufrufen zu Gewalt gegenüber Homosexuellen schrecken polnische Politiker wie der Vize-Vorsitzende der polnischen Regierungspartei Liga Polnische Familie (LPR), Wojciech Wierzejski nicht zurück.
Regisseur Piotr Matwiejczyk erzählt in "Homo Father" die Geschichte von Gabriel und Robert. Sie sind seit Jahren zusammen, doch Robert möchte unbedingt vermeiden, dass die Leute von ihrer Beziehung erfahren. Im Gegensatz zu Gabriel, der am liebsten der ganzen Welt erzählen, wie sehr sie sich lieben. Eines Tages erscheint in ihrem Haus eine Frau namens Natalia. Gabriel hatte vor einigen Jahren eine kurze Affäre mit ihr. Sie hat ein kleines Mädchen dabei und teilt Gabriel mit, er sei der Vater des Kindes.
17.05.2006
Links zum Thema:
» Die Website des Filmfestivals
» s.a.: Polnischer Politiker: Verprügelt Homos!
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
16:10h, Sat.1:
Bohemian Rhapsody
Mit vier Oscars ausgezeichneter Publikumshit von Bryan Singer über die Geschichte von Queen und Freddie Mercury von ihren Anfängen bis 1985.
Spielfilm, USA 2018- 3 weitere TV-Tipps »
















Der bezeichnete Film scheint nur ein Abklatsch längst bekannter Ergüsse derselben Art zu sein. Offenbar kommt der größte Teil so genannter Homo-Filme nicht ohne zwanghafte heterosexuelle Verwicklungen aus.
Dabei wäre es doch viel interessanter, mal etwas über Leute zu erzählen, die wissen, was sie wollen. Oder taucht bei heterosexuellen Romanzen etwa auch immer ein Mann auf, mit dem sich der männliche Protagonist auf eine Affäre einlässt.
Hier wird ein Bild der homosexuellen Identität vermittelt, das weder zutreffend noch wünschenswert ist!