Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?48372

3. Liga

Dresden-Fans kopieren queer­feindliches Banner aus Leverkusen

Queerfeindlichkeit als Lebensinhalt: Nach einem "Stoppt LGBTQ-Propaganda!"-Banner zeigen Dresden-Fans nun ein weiteres Transparent, das sich gegen LGBTI richtet.


Dresden-Fans sprechen sich gegen mehr Sponsoren beim DFB aus – mit einem transfeindlichen Spruch (Bild: IMAGO / Zink)

Beim Sonntagsspiel des Fußball-Drittligisten Dynamo Dresden beim FC Ingolstadt fielen erneut Fans durch Queer­feindlichkeit auf: Anhänger*­innen des sächsischen Männer-Fußballclubs zeigten auf zwei Transparenten die Aufschrift: "Es gibt nur einen lächerlichen DFB… und zwei Geschlechter!"

Erst im November hatten Fans des derzeitigen Bundesliga-Führenden Bayer Leverkusen eine ähnliche Botschaft auf Bannern gezeigt: "Es gibt viele Musikrichtungen, aber nur 2 Geschlechter", hieß es damals (queer.de berichtete). Der Deutsche Fußball-Bund sprach daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 18.000 Euro gegen den Verein aus – "wegen eines diskriminierenden unsportlichen Verhaltens", wie das DFB-Sportgericht vergangene Woche erklärte (queer.de berichtete). Leverkusen hat die Strafzahlung bereits akzeptiert.

Mit dem "Zwei Geschlechter"-Spruch sprechen sich die Ultras aus Leverkusen und Dresden gegen die Anerkennung von geschlechtlichen Minderheiten aus. Anlass ist offenbar das von der Ampel geplante Selbst­bestimmungs­gesetz, das das in großen Teilen verfassungswidrige Trans­sexuellengesetz aus dem Jahr 1981 ablösen soll. Dagegen gibt es derzeit einen erheblichen Widerstand aus den Reihen der rechtsextremen AfD und Teilen der Union (queer.de berichtete).

- Werbung -

Dresden ist "aktiv gegen Diskriminierung"

Eigentlich haben sich Dresden-Fans mit dem Club auf die sogenannte "Dresdner Fancharta" geeinigt und versprochen, keine diskriminierenden Äußerungen im Stadion zu zeigen. Wörtlich heißt es in dem Papier: "Der Verein SG Dynamo Dresden und die Fans stehen aktiv gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung (aufgrund ethnischer Zugehörigkeit, religiöser und sexueller Orientierungen sowie körperlicher und geistiger Beeinträchtigung) innerhalb und außerhalb des Stadions ein."

Dennoch fielen Dresdner Fans bereits in der Vergangenheit durch Queerfeindlichkeit auf. Vor knapp einem Jahr hieß es etwa auf einem Fan-Transparent: "Stoppt LGBTQ-Propaganda!" (queer.de berichtete). Der Verein entschuldigte sich später für das Hassplakat (queer.de berichtete).

Bislang hat sich Dynamo noch nicht zu dem neuen Hassbanner geäußert, sondern nur zur Niederlage gegen den FC Ingolstadt, der das Spiel 2:1 gewinnen konnte. In sozialen Netzwerken feiern einige Nutzer*innen dagegen, dass sich die Dresden-Fans gegen queere Menschen positionierten. (dk)

Ihr habt Ingolstadt zum Dynamoland gemacht und die Partie ein Heimspiel werden lassen. Danke für Eure bedingungslose...

Posted by SG Dynamo Dresden on Sunday, February 4, 2024
Facebook / SG Dynamo Dresden | Dynamo bedankt sich für die "bedingungslose Unterstützung" der Fans
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Update 16.18 Uhr: Der DFB ermittelt

Der Deutsche Fußball-Bund hat ein Ermittlungsverfahren gegen Dynamo Dresden eingeleitet. Der Verband bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, dass es dabei um eine Spielunterbrechung nach einem Investoren-Protest, ein Banner sowie das Abbrennen von Pyrotechnik gehe. Dresden äußerte sich zu dem Banner auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag zunächst nicht.

-w-

-w-

-w-