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Neue Regeln
Lufthansa-Tochter Swiss: Männer dürfen Make-up tragen
Das Personal der Fluglinie Swiss darf künftig freier wählen, was es anziehen möchte und wie es sich nach außen präsentiert. Viele geschlechterspezifische Regeln wurden abgeschafft.

Das Swiss-Personal erhält mehr Freiheiten bei ihrem Erscheinungsbild (Bild: SWISS)
- 5. Februar 2024, 14:13h 2 Min.
Die schweizerische Fluggesellschaft Swiss International Air Lines schafft geschlechterspezifische Regeln für ihre Flugbegleiter*innen und Pilot*innen ab. Wie die "Luzerner Zeitung" (Bezahlartikel) berichtet, dürften Männer bei dem Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa ab sofort Schminke tragen – und bei Frauen ist diese nicht mehr Pflicht.
Zuvor hatte die Flugbegleiter*innen-Gewerkschaft Kapers kritisiert, dass etwa der Lippenstift bei Stewardessen Pflicht sei, sie aber dieses Kosmetikutensil selbst finanzieren müssten. Im Swiss-Mitgliedermagazin warf die Gewerkschaft dem Unternehmen in einem Artikel mit dem Titel "Geisha der Lüfte" Sexismus vor.
Auch weitere neue Regeln treten dem Bericht zufolge in Kraft: Flugbegleiterinnen müssen sich etwa nicht mehr ihre Beine rasieren und dürften auf Wunsch auch eine Krawatte tragen, was bislang Männern vorbehalten war. Piercings seien ab sofort erlaubt und dürften sichtbar sein. Auch Tätowierungen seien nicht mehr verboten, dürften aber keine anstößigen Inhalte enthalten – und sich außerdem nicht an Gesicht oder Händen befinden. Wer Röcke trage, müsse nach den neuen Regeln auch in Zukunft Strumpfhosen anziehen – diese dürften aber anders als bislang blickdicht sein. Des weiteren seien medizinische Stützstrümpfe fortan erlaubt, ebenso wie bislang verbotene Schnürschuhe. Außerdem werde dem Personal mehr Freiraum bei der Wahl ihrer Frisuren gelassen.
Auch andere Fluglinien haben Regeln liberalisiert
Derzeit stellen alle Fluglinien eigene Mode-Regeln auf. Zuletzt haben auch andere Airlines geschlechtergetrennte Regeln aufgeweicht oder abgeschafft. Vor anderthalb Jahren erlaubte etwa bereits die Lufthansa-Tochter Eurowings Discover männlichen Flugbegleitern und Piloten das Tragen von Make-up (queer.de berichtete). Einige Monate später folgte die British Airways diesem Vorbild (queer.de berichtete). (cw)
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