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  • 6. Februar 2024, 02:16h 1 Min.

Akif Pirinçci im Jahr 2014 (Bild: Metropolico.org / wikipedia)

Wegen Volks­verhetzung ist der Schriftsteller Akif Pirinçci ("Felidae") am Montag vom Amtsgericht Bonn zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Der 64-Jährige hatte sich in einem Blogeintrag feindselig über Zuwanderer*­innen geäußert. Sein Anwalt Mustafa Kaplan sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil bereits Berufung eingelegt. Für Pirinçci ist es nicht die erste Verurteilung wegen Volks­verhetzung. Er selbst hält daran fest, dass die Äußerungen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien.

Pirinçci, 1959 in Istanbul geboren, war 1969 mit seiner Familie nach Deutschland gezogen und in der Eifel aufgewachsen. Von 1989 an wurde er mit Krimis bekannt, in denen Katzen die Hauptrolle spielten. Die Romane verkauften sich millionenfach, wurden in viele Sprachen übersetzt und verfilmt.

In den vergangenen zehn Jahren ist Pirinçci dagegen vor allem mit rechtspopulistischen, queer- und islamfeindlichen Äußerungen aufgefallen. 2014 brachte er sein erstes Sachbuch heraus, der Titel lautete: "Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homo­sexuelle und Zuwanderer" (queer.de berichtete). Im Jahr darauf folgte der ebenso queer­feindliche, sexistische und rassistische Band "Die große Verschwulung" (queer.de berichtete).

2015 sagte Pirinçci in einer Rede vor Pegida-Demonstrant*­innen in Dresden den Satz: "Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb" (queer.de berichtete). (cw/dpa)

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