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Statement in rechten "Alternativmedien"

Dynamo Dresden verteidigt queer­feindliches Fan-Banner

Zunächst zeigten sich die Leverkusener Fans queerfeindlich, dann folgten die Dresdner. Doch anders als Bayer 04 Leverkusen verteidigt der sächsische Verein den Hass in seinen Reihen.


Vereint im Hass auf queere Menschen: Dresden-Fans beim Auswärtsspiel letzten Sonntag in Ingolstadt (Bild: IMAGO / Picture Point)

Der Fußball-Drittligist Dynamo Dresden hat gegenüber dem rechtspopulistischen Portal "Nius" seine queer­feindlichen Fans verteidigt. Anhänger*­innen des sächsischen Vereins hatten beim Sonntagsspiel in Ingolstadt ein provozierendes Transparent gegen geschlechtliche Minderheiten gezeigt (queer.de berichtete). Darin hieß es: "Es gibt nur einen lächerlichen DFB… und zwei Geschlechter!" Mit dem Spruch brachten sie Kritik an Sponsoringplänen des Deutschen Fußballbundes mit der Ablehnung von geschlechtlichen Minderheiten in Zusammenhang. Der DFB hat bereits Ermittlungen gegen den Verein eingeleitet.

Laut einem am Dienstagvormittag auf "Nius" veröffentlichten Artikel hat der achtfache DDR-Meister kein Problem mit der Queer­feindlichkeit seiner Fans: Das gezeigte Banner habe "keinerlei beabsichtigten Diskriminierungscharakter", erklärte demnach ein Dynamo-Sprecher auf eine Anfrage. Weiter behauptete er ohne jegliche Ironie: "Dynamo Dresden steht für Offenheit und Toleranz jedem Menschen gegenüber – egal, welchen Geschlechts." Zum Thema gibt es auch rund 48 Stunden nach dem Vorfall kein offizielles Dynamo-Statement auf der Vereins-Website oder in sozialen Medien.


Bild: nius.de

Dresden-Fans kämpfen auch gegen "LGBTQ-Propaganda!"

Unter Dresdner Fans gehört Queer­feindlichkeit offenbar bereits zum guten Ton. Erst vor einem Jahr zeigten Fans ein Transparent mit der Aufschrift: "Stoppt LGBTQ-Propaganda!" (queer.de berichtete).

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Ein ähnliches "Zwei Geschlechter"-Transparent war bereits im November 2023 von Fans des Erstligisten Bayer 04 Leverkusen gezeigt worden (queer.de berichtete). Dafür erhielt der NRW-Verein "wegen eines diskriminierenden unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger" 18.000 Euro Strafe vom DFB-Gericht (queer.de berichtete). Anders als in Dresden bedauerten Leverkusen-Offizielle die Queerfeindlichkeit ihrer Fans und entschuldigten sich.

/ GeorgeRestle

Der "Zwei Geschlechter"-Spruch aus Leverkusen und Dresden wendet sich gegen die Anerkennung von geschlechtlichen Minderheiten. Anlass ist offenbar das von der Ampel geplante Selbstbestimmungsgesetz, das das in großen Teilen verfassungswidrige Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1981 ablösen soll. Dagegen gibt es derzeit einen erheblichen Widerstand aus den Reihen der rechtsextremen AfD und Teilen der Union (queer.de berichtete). Bereits 2017 hatte das Bundesverfassungericht erklärt, dass Deutschland ein drittes Geschlecht anerkennen muss (queer.de berichtete).

Rechtsextreme loben Dynamo und heizen Stimmung an

Insbesondere rechtsextreme Politiker*innen, darunter viele AfD-Bundestagsabgeordnete, haben Dresden bereits für den queerfeindlichen Banner gelobt. AfD-Sachsen-Anhalt-Chef Martin Reichardt bezeichneten Kritik an dem Transparent etwa als "Meinungstotalitarismus", für das er insbesondere die Grünen verantwortlich machte. Vizefraktionschefin Beatrix von Storch attestierte: "Auch #Dresden bleibt stabil". (dk)

/ dirk_adam
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Update 14.49 Uhr: Dynamo: Transphobie ist nur ein "Stilmittel"

Auch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur spielt Dynamo Dresden die Queerfeindlichkeit seiner Fans herunter: "Nach den uns bisher vorliegenden Informationen bewerten wir die Banneraktionen als Ausdruck und Teil des Protests unserer aktiven Fanszene gegen einen möglichen Investoreneinstieg bei der DFL mit kritischer Bezugnahme auf jene Strafe, die vor Kurzem Bayer 04 Leverkusen für ähnlich lautende Banner ihrer Anhängerschaft erhielt. Die polarisierende Wortwahl ist dabei vorrangig ein Stilmittel, um Aufmerksamkeit zu generieren", so der Verein.

/ dirk_adam
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