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Aktion zum Ende der Bundesliga-Saison 2023/24

Schwuler Ex-Fußballer Marcus Urban: Gruppen-Coming-out am 17. Mai

Noch immer hatte kein aktiver Fußballprofi in Deutschland sein Coming-Out. Ex-Fußballer Marcus Urban will das ändern. Der Termin steht nun fest.


Marcus Urban hat im Mai Großes vor (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)

  • 14. Februar 2024, 09:26h 2 Min.

Das vom schwulen Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban angekündigte Gruppen-Coming-out im Profifußball soll am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT), stattfinden. "Es wollen sich Personen outen aus Österreich, Deutschland und England", sagte der 53-Jährige bei RTL. "Ich freue mich über den Prozess, der tatsächlich auch ein bisschen aufwühlend ist. Aber ich freue mich riesig über das Vertrauen, das entgegengebracht wird."

Der 17. Mai soll demnach das erste Angebot von vielen sein, sich öffentlich und in einer Gruppe zu outen. Danach soll es jeweils am 17. eines Monats möglich sein. Das Angebot gelte für Sportler*innen und Vereinsfunktionär*innen, egal welches Geschlecht sie haben. "Es ist überhaupt kein Thema mehr, ob man homo- oder heterosexuell ist. Aber im Fußball hat sich das eben noch verhärtet. Das ist so geblieben. Allerdings ist es am Bröckeln", sagte Urban.

"Wenn man nicht drüber spricht, dann bleibt es auch anrüchig"

Urban erklärte auch, dass ein Coming-out befreiend für die schwule Fußballer seien: "Wenn man nicht drüber spricht, dann bleibt es auch anrüchig. Aber wenn man diesen Weg geht, sich zu zeigen, ist man nicht mehr erpressbar." Man werde nicht von Fremden geoutet, sondern habe es in die eigene Hand genommen. "Das ist eine Energie, die fürs ganze Leben trägt", so Urban.


Urban im RTL-Interview (Bild: Screenshot RTL)

Am 17. Mai könnte ohnehin der Fokus der Öffentlichkeit auf der Fußball-Bundesliga der Männer liegen, weil einen Tag darauf der letzte Spieltag stattfindet. Möglicherweise wird erst dann – wie schon in der letzten Saison – die Meisterschaft entschieden.

Mit der Kampagne "Sports Free" wollen Urban und seine Mitstreiter*innen das Coming-out auf einer digitalen Plattform vorbereiten. Mehrere Bundesligisten hätten schon hohe Beträge für "Sports Free" gespendet oder zugesagt, darunter Borussia Dortmund, der VfB Stuttgart, der SC Freiburg und der FC St. Pauli, hatte Urban Ende Dezember mitgeteilt (queer.de berichtete).

Bislang hat sich in Deutschland noch kein aktiver Bundesliga-Profi als schwul geoutet. Thomas Hitzlsperger, der beknannteste offen schwule Ex-Fußballer in Deutschland, sprach erst nach dem Ende seiner Profilaufbahn über seine sexuelle Orientierung (queer.de berichtete). (dpa/dk)

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