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Pride im Universum
"Star Trek: Celebrations" feiert die queere Vielfalt
In einem neuen "Star Trek"-Comic gibt es ein Wiedersehen mit vielen queeren Figuren aus dem Universum der Science-Fiction-Serie.

Bei "Star Trek" werden auch die unendlichen Weiten richtig queer (Bild: IDW Publishing)
- 14. Februar 2024, 10:30h 3 Min.
Im amerikanischen Comic-Verlag IDW Publishing wird am 29. Mai – wenige Tage vor dem Start des "Pride Month" – die Sonderausgabe "Star Trek: Celebrations" erscheinen. Darin sollen die "knallharten" LGBTI-Figuren im Mittelpunkt stehen, meldete das Infotainment-Portal "Screen Rant".
Auf einem Plakat sind dabei elf queere Charaktere aus verschiedenen "Star Trek"-Serien aufgeführt. Dabei handelt es sich um das schwule Paar Paul Stamets (Anthony Rapp) und Hugh Culber (Wilson Cruz) sowie das queere Paar Adira Tal (Blu del Barrio) und Gray Tal (Ian Alexander) aus "Star Trek: Discovery". Aus dieser 2017 gestarteten Serie ist auch die lesbische Witwe Jett Reno (Tig Notaro) dabei. Aus "Star Trek: Picard" kommen das gleichgeschlechtliche Paar Seven of Nine (Jeri Ryan) und Raffi Musiker (Michelle Hurd) sowie aus "Star Trek: Strange New Worlds" die bisexuelle Krankenschwester Christine Chapel (Jess Bush) hinzu. Die pansexuelle Beckett Mariner (Tawny Newsome) und ihre Freundin Jennifer Sh'reyan (Lauren Lapkus) aus der Animationsserie "Star Trek: Lower Decks" runden das Personal aus TV-Serien ab. Außerdem dabei: Hikaru Sulu (John Cho) aus den drei neuen "Star Trek"-Filmen, die zwischen 2009 und 2016 in den Kinos liefen.
"Wir wollen diese knallharten Figuren des 'Star Trek'-Universums feiern"
Die verantwortliche Verlegerin Heather Antos erklärte gegenüber "Screen Rant", dass "Star Trek" stets "das Beste der Menschheit" gezeigt habe. Sie zitierte dabei "Raumschiff Enterprise"-Erfinder Gene Roddenberry (1921-1991), der gesagt habe, ihm schwebe eine Zukunft vor, "in der wir nicht nur einander tolerieren, sondern auch zelebrieren". Weiter sagte Antos: "Das ist die Absicht hinter 'Celebrations', und daher haben wir auch den Titel. Wir wollen diese knallharten Figuren des 'Star Trek'-Universums feiern, ob es Culber und Stamets, Mariner, oder Seven und Raffi sind… Es gibt so viele Figuren, die wir durch einige unglaubliche, wirklich unglaubliche Autoren und Autorinnen näher kennenlernen werden."
"Star Trek" galt seit dem Serienbeginn von "Raumschiff Enterprise" im Jahr 1966 als fortschrittliche Serie, die viel Wert auf Vielfalt legte. So zeigte die erste Serie eine ethnisch gemischte Crew – und das nur zwei Jahre, nachdem die Rassentrennung in den ehemaligen Sklavenhalterstaaten abgeschafft wurde. Freilich war diese Reihe auch ein Produkt ihrer Zeit – nicht nur Sexismus war weit verbreitet, auch queere Handlungsstränge wurden versteckt. Immerhin war damals in 49 der 50 US-Bundessstaaten Homosexualität verboten. So bezeichnete Dr. McCoy (DeForest Kelley) etwa die gefräßigen Haustiere Tribbles – kleine süße Pelzbälle – in einer Folge als "bisexuell" bezeichnete oder Captain Kirk schlüpfte in der Episode "Gefährlicher Tausch" unfreiwillig in den Körper einer Frau.
Auch die darauf folgenden Serien der Achtziger- und Neunzigerjahre sowie "Star Trek: Enterprise" (2001-2005) zeigten queere Geschichten codiert. Das änderte sich erst mit der Neuauflage "Star Trek: Discovery" im Jahr 2017, in der es homosexuelle, trans und nichtbinäre Figuren gibt. Diese Vielfalt wurde auch in den anderen neuen "Star Trek"-Serien beibehalten.
Inzwischen besteht das "Star-Trek-Universum" aus 900 TV-Folgen sowie 13 Spielfilmen. Hinzu kommen unzählige Comics und ein milliardenschwerer Markt an Merchandising-Produkten. (dk)
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