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Eurovision Song Contest
Queere Hymne Favorit im "deutschen Finale"
Wer wird Deutschland beim Eurovision Song Contest in Malmö vertreten? Die Wettbüros haben da so eine Idee...

Wer wird Deutschland in Malmö vertreten? Die Antwort dürfte kurz nach Mitternacht erfolgen (Bild: NDR / Claudia Timmann)
- 16. Februar 2024, 10:28h 3 Min.
- Zu Update springen: "Deutsches Finale" beginnt noch später (16:35h)
Am Freitagabend wird es ernst: Das Erste strahlt ab 22.05 Uhr den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest aus. Beim sogenannten "deutschen Finale" treten neun Songs gegeneinander an. Die Sendung soll insgesamt zwei Stunden dauern.
Als klarer Favorit gilt laut Wettbüros der zweite Versuch des Singer-Songwriters Ryk. Der 34-Jährige erklärte gegenüber "ESC Kompakt", dass sein Beitrag "Oh Boy" ein "unheimlich persönlicher Song" sei, der von "unerwiderter Liebe gegenüber dem besten Freund" erzählt. Laut eurovision.de ist das Lied ein "Schrei nach queerer Befreiung".
Im Refrain heißt es etwa: "I know I never want to leave ya / Oh boy, I need your love (Ich weiß, dass ich dich nie verlassen will / Ach, Junge, ich brauche deine Liebe).
Das Portal eurovisionworld.com gibt dem Ryk-Song am Freitag eine Siegchance von 58 Prozent – am Vortag hatte sie noch bei 49 Prozent gelegen. Diese Zahlen basieren auf den Quoten von drei internationalen Wettanbietern. Auf Platz zwei liegt Bodine Monet mit dem Song "Tears Like Rain", der davon handelt, eine schlechte Erfahrung im Leben hinter sich zu lassen. Dahinter folgt Max Mutzke mit "Forever Strong". Der 42-Jährige hatte bereits 2004 für Deutschland am ESC teilgenommen und den achten Platz belegt.

Bild: eurovisionworld.com
Die beiden deutschsprachigen Lieder von Katze und Marie Reim haben den Buchmachern zufolge nur Außenseiterchancen – dabei wird Reim nicht nur von ihrem prominenten Papa Matthias ("Verdammt, ich lieb dich") unterstützt, sondern auch von Schlagergrößen wie Nino De Angelo und Beatrice Egli. Deutschland dürfte also aller Wahrscheinlichkeit nach zum 16. Mal in Folge einen englischsprachigen Song zum Wettbewerb schicken. Weit abgeschlagen ist auch Floryan, der die Show "Ich will zum ESC!" von Conchita Wurst und Rea Garvey gewonnen hatte (queer.de berichtete).
Zum achten Mal wird der deutsche Vorentscheid von Barbara Schöneberger moderiert. Als Stargäste haben sich unter anderem Riccardo Simonetti und die zweifache ESC-Teilnehmerin Mary Roos angekündigt (queer.de berichtete). Wie im letzten Jahr können Zuschauer*innen bei der Entscheidung mitwirken und für ihren Favoriten oder ihre Favoritin anrufen. Der Televote fließt zu 50 Prozent ins Endergebnis ein, die anderen 50 Prozent stammen von einer internationalen Jury.
Der siegreiche Act wird dann wie in den letzten Jahren automatisch für das ESC-Finale am 11. Mai in Malmö qualifiziert sein, weil Deutschland einer der fünf größten Beitragszahler ist. Große Erwartungen gibt es aber wohl nicht: In den letzten acht Wettbewerben belegte der NDR-Beitrag in sieben Fällen den letzten oder vorletzten Platz. (cw)
Update 16.35 Uhr: "Deutsches Finale" beginnt noch später
Wegen des Todes des russischen Regimekritikers Alexei Nawalny zeigt das Erste nach der 20-Uhr-"Tagesschau" einen "Brennpunkt". Daher verschiebt sich der Start der ESC-Sendung von 22.05 Uhr auf 22.20 Uhr.













