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Fußball-Bundesliga

"Keinen Druck aufbauen": Philipp Lahm bremst beim Fußballer-Coming-out

Im Profifußball der Männer ist Homosexualität immer noch ein Tabu-Thema. Der frühere Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm äußert sich beim Thema Coming-out erneut kritisch.


Philipp Lahm zeigte sich während seiner aktiven Karriere auch gerne mit seinem Herzblatt Claudia (Bild: IMAGO / Sven Simon)
  • 16. Februar 2024, 14:08h 2 Min.

Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm hat sich besorgt darüber geäußert, dass Profi-Fußballer zu einem Coming-out gezwungen werden könnten: "Man sollte das jedem selbst überlassen und keinen Druck aufbauen. Jeder muss die Entscheidung frei von sich heraus fassen, will er sich outen, will er sich nicht outen", sagte der 40-Jährige am Rande der Eröffnungsgala des Filmfestivals Berlinale am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Dann sollte die ganze Gesellschaft einfach denjenigen so leben lassen, wie er will."

Gesellschaftlich sieht der Turnierdirektor für die Europameisterschaft im Sommer beim Thema Homosexualität noch Arbeit: "Ich glaube, dass wir immer noch nicht ganz so weit sind, dass es für alle einfach keine Rolle mehr spielt, wen man liebt, woher man kommt, welcher Religion man angehört." Deswegen müsse die Gesellschaft immer wieder zusammenkommen und gemeinsam schauen, "wie wollen wir miteinander leben".

Mögliches Massen-Coming-out am 17. Mai

In Deutschland hatte noch immer kein aktiver männlicher Fußballprofi sein Coming-out. Der schwule Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban kündigte diese Woche an, dass ein Gruppen-Coming-Out im Profifußball stattfinden soll. Damit solle die Last des Coming-outs auf mehrere Schultern verteilt werden. Der Termin dafür soll der 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homophobie, sein (queer.de berichtete). Urban sieht seinen Coming-out-Vorschlag als Angebot an die Profis an, sich nicht mehr verstecken zu müssen. Einen Zwang zum Coming-out lehnt er – wie auch praktisch alle anderen queeren Aktivist*innen – ab.

Lahm hatte in der Vergangenheit mehrfach schwulen Fußballern dazu geraten, ihre sexuelle Orientierung geheim zu halten. 2021 erklärte er etwa, er sehe die Chancen als gering an, "so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen" (queer.de berichtete). (dpa/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Am 17. Mai 2024 soll ein Gruppen-Coming-out von schwulen Profi-Fußballern geben. Glaubst du daran?
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