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Spanien
Priester wegen Handels mit Viagra festgenommen
Wegen illegalen Handels mit dem Potenzmittel Viagra wurden im spanischen Ort Don Benito ein katholischer Priester und sein mutmaßlicher Lebens- und "Geschäftspartner" festgenommen.

Viagra ist auch in Spanien ein verschreibungspflichtiges Medikament (Bild: IMAGO / Becker&Bredel)
- 21. Februar 2024, 07:37h 2 Min.
Ein Priester ist in Spanien wegen illegalen Handels mit Viagra festgenommen worden. Zusammen mit dem Geistlichen sei in Don Benito in der Provinz Badajoz im Westen des Landes ein weiterer Mann in Polizeigewahrsam genommen worden, teilten die Behörden mit. Beim zweiten Mann handele es sich um den mutmaßlichen Lebens- und "Geschäftspartner" des Priesters, hieß es. Viagra und andere Potenzmittel sind in Spanien, ebenso wie in Deutschland, verschreibungspflichtig und nur mit Rezept legal erhältlich.
Bei Durchsuchungen der Pfarrei und der Wohnung der beiden Männer seien große Mengen des verschreibungspflichtigen Medikaments sowie andere starke Potenzmittel sichergestellt worden. Bei der Polizei-Operation seien am Montag auch andere Lokalitäten in Don Benito und in der näheren Umgebung der Gemeinde durchsucht worden. Die Ermittlungen seien noch im Gange, weitere Festnahmen würden nicht ausgeschlossen, hieß es.
Großer und stetig wachsender Kundenstamm
Der festgenommene Geistliche, einer von insgesamt sechs Priestern in Don Benito, habe den Erkenntnissen zufolge einen großen und stetig wachsenden Kundenstamm gehabt, berichteten die Zeitungen "El Mundo" und andere spanische Medien unter Berufung auf die Ermittler*innen. Es gebe Kunden, die bereits eingeräumt hätten, bei den beiden Männern Viagra und andere Potenzmittel gekauft zu haben.
Die Festnahme des katholischen Geistlichen habe in der knapp 38.000 Einwohner*innen zählenden Gemeinde Aufsehen ausgelöst, denn Priester Alfonso sei unter den Gemeindemitgliedern sehr beliebt und geachtet gewesen. Die Diözese von Plasencia, zu der Don Benito gehört, bedauerte in einer Mitteilung den "Skandal", der "Schmerz und Leid" verursache. Man wolle mit den Behörden bei der Aufklärung des Falles zusammenarbeiten, hieß es. (cw/dpa)











