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Jean Paul Gaultier ist als Juror zu Gast

GNTM: Maximilian erzählt vom Horror-Coming-out

Wer darf in die nächste Runde von "Germany's next Topmodel"? Freude, Enttäuschung und unerwartete Wendungen prägten das zweite Casting – und eine traurige Coming-out-Geschichte.


Maximilian erzählt, wie er wegen seiner sexuellen Orientierung von seiner homophoben Familie verstoßen wurde (Bild: ProSieben / Richard Hübner)
  • 23. Februar 2024, 09:36h 5 Min.

Wer darf nach dem Casting den großen Traum vom Titel "Germany's next Topmodel" antreten? In der zweiten Folge der 19. Staffel der ProSieben-Model-Castingshow (auch bei Joyn) nahm Jurorin Heidi Klum (50) wieder diverse Kandidat*innen in Augenschein und sorgte mit ihren Entscheidungen für freudige Aufregung – oder auch bittere Enttäuschung. Am Ende der Folge wartete schließlich nicht nur Jean Paul Gaultier (71) als Gast-Juror, sondern auch eine schockierende Überraschung auf die Model-Anwärter*innen, die sich durch das Casting schon sicher in der nächsten Runde gesehen hatten.

Unter Tausenden Bewerbungen hatte Heidi Klum potenzielle Nachwuchsmodels ausgesucht, die nun beim Casting in Berlin die Chance bekamen, sich auf dem Laufsteg zu beweisen. Der schwule Kandidat Maximilian (21) aus Wien überzeugte Heidi mit seinem Outfit, seinem Vibe, seinem Traum vom Modeln und seiner bewegenden Geschichte.

"Ich war obdachlos wegen meiner Sexualität"

Als Heidi wissen wollte, wie Maximilian so selbstbewusst werden konnte, berichtete er von seinem schwierigen Coming-out: "Ich komme ursprünglich aus Polen. Wir alle wissen: Polen ist ein sehr christliches Land. Das ist eines der schlechtesten Länder, um homosexuell zu sein", so der Topmodel-Anwärter. Den nötigen Rückhalt seiner Familie hatte Maximilian schmerzlich vermisst. "Mit 16 haben mich meine Eltern von zu Hause rausgeschmissen", offenbarte er. "Ich war obdachlos wegen meiner Sexualität." Glücklicherweise gewährten ihm Freund*innen immer Unterschlupf, wie er erzählte.

Seinen Traum vom Modeln hatte Maximilian aber nie aufgegeben. "Wenn du ein Ziel hast, wenn du denkst, es ist deine Zukunft, [...] und dafür wirklich lebst, dann ist das deine Zukunft. Du musst nur hart kämpfen – dann wird das alles so passieren", zeigte sich der 21-Jährige sicher. Maximilian erzählte die Geschichte auf dem Laufsteg neben seinen Mitbewerbern Frieder (25), Linus (25), Jason und Peter. Bis auf letzteren durften alle aus dieser Runde weiter.

Unter anderem stießen in Folge auch zwei die besten Freunde Armin und Dominik aus dem Allgäu zu den vorausgewählten Models, nachdem sie Heidi im offenen Casting überzeugen konnten.

In der Sendung gab es auch weitere persönliche Geschichten: "Jetzt oder nie" habe sie sich nach der Trennung von ihrem Mann gedacht, erzählte etwa die vierfache Mutter Stella (34), als sie sich für eine Teilnahme an GNTM beworben habe: "Meine Kinder finden das super aufregend." Sie habe schon immer an der Model-Castingshow teilnehmen wollen. Außerdem zieht Mare (22), die in Bayern am Tegernsee wohnt und Barbie-Köpfe als Ohrringe trägt, mit ihrem extravaganten Outfit die Blicke auf sich. Mare und Stella durften beide eine Runde weiter.

GNTM zum ersten Mal mit einem Prinzen

Besonders ehrfürchtig gab sich Heidi als Marvin (22), Prinz von Ghana – wohnhaft in Bielefeld, über ihren Laufsteg stolzierte. Er überzeugte die strenge Model-Mama mit seinem Adelstitel und seiner Singstimme: "Ich hatte noch nie einen Prinzen bei GNTM und einen singenden Prinzen schon gar nicht." Marvin freut sich nicht nur über das Weiterkommen, sondern auch über die Bekanntschaft seines neuen Kumpels Livingsten. Dieser sicherte sich Heidis Aufmerksamkeit mit selbstbewussten Ankündigungen: "Ich habe einen mächtigen Namen, den du nicht so schnell vergessen wirst". In dieser Runde schafften es auch Noell und Armin weiter. Dieser zitterte später, ob es sein bester Freund Dominik auch schaffen wird. Doch er musste keinen Grund zur Sorge haben… noch nicht.

Außerdem konnten bei den Frauen Lydwine (21), Jana, Nuri, Marcia, Sarah (28) und Lilli (22) zu den weiter gewählten Models stoßen. Bei den Männern waren es Yusupha und Luca.

Mit den männlichen Kandidaten zieht auch die Frage ein: Wird GNTM jetzt zur heterosexuellen Datingshow? Und was macht das mit dem Format? Das fragten sich nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kandidat*innen. Es kristallisieren sich schon erste potenzielle Paare heraus: Armin flirtete zum Beispiel mit Jana und stellte fest: "Man fühlt sich so ein bisschen wie im Schullandheim."

Nach dem Casting ist vor der nächsten Entscheidung

Doch dann hieß es "genug geflirtet, zurück zum Business": Für die Nachwuchsmodels stand mit einer Fashion Show von Jasmin Erbas gleich die erste Bewährungsprobe an. Heidi fand es schön, ihre "Boys und Girls auf einem Haufen zu sehen", und holte sich dafür Unterstützung einer echten Mode-Koryphäe an die Seite: Jean Paul Gaultier freute sich seinerseits sehr darüber zum ersten Mal Männer bei "Germany's next Topmodel" zu sehen.


Jean Paul Gaultier war zu Gast bei Heidi Klum (Bild: ProSieben / Richard Hübner)

Bevor die Kandidat*innen sich aber zum ersten Mal bei einer GNTM-Fashion-Show beweisen dürfen, lässt Heidi die schockierende Bombe platzen: Sie hat beim Casting aus Euphorie zu viele Models ausgewählt und muss daher noch vor der Modenschau wieder einige davon nach Hause schicken. Wer gehen muss, wird aber erst in der nächsten Folge offenbart.

Alle, die dann weiter dürfen, kämpfen in den folgenden Wochen um den Titel "Germany's next Topmodel" 2024, wobei es dieses Mal zwei Gewinner*innen der Staffel geben wird: einen männlichen und einen weiblichen. Beide dürfen sich über die Siegprämie von 100.000 Euro freuen, und landen auf dem Cover von "Harper's Bazaar". Der männliche Sieger der GNTM-Staffel wird damit übrigens Geschichte schreiben, denn noch nie schaffte es ein Mann auf das Cover der Modezeitschrift. "Germany's next Topmodel" läuft immer donnerstags um 20.15 Uhr auf ProSieben. (spot/cw)

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