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Weihbischof Ludger Schepers (Bild:     )

Der Essener Weihbischof Ludger Schepers ist der erste Beauftragte für queere Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz. Über die Ernennung informierte der Konferenzvorsitzende, der Limburger Bischof Georg Bätzing, am Donnerstag in Augsburg. Bätzing sagte, in den meisten Bistümern gebe es bereits entsprechende Beauftragte. Daher ziehe man nun als Bischofskonferenz nach. Die Personalie sei auch ein Signal an queere Menschen.

Ludger Schepers wurde am 18. April 1953 in Oberhausen-Osterfeld geboren. Er empfing 1979 in Essen die Priesterweihe. Seit 2008 ist er Weihbischof im Ruhrbistum.

Bereits 2018 forderte Schepers einen neuen Umgang der katholischen Kirche mit homo­sexuellen Menschen (queer.de berichtete). Zum Anfang April 2023 erlassenen Anti-LGBTI-Gesetz in Uganda äußerte er mit Verweis auf die Menschenrechte: "Als Kirche, die leider selbst auf eine lange Tradition der Queer-Feindlichkeit zurückblickt und gerade mühsam dabei ist, diese Haltung zu überwinden, dürfen wir angesichts solcher Maßnahmen nicht schweigen" (queer.de berichtete).

Zum alljährlich bundesweit begangenen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, an dem im Jahr 2023 die Opfergruppe der Homo­sexuellen im Mittelpunkt stand, bemängelte er fortdauernde homophobe, antisemitische und antizigane Angriffe, die durch Hass motiviert seien: "Wir bemühen uns mit aller Kraft, innerhalb der Kirche ein inklusives Klima zu etablieren, damit bei uns ein sicherer Ort auch für queere Menschen ist", so Schepers (queer.de berichtete). (cw)

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