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  • 1. März 2024, 07:00h 2 Min.

Der Vorfall ereignete sich am S-Bahnhof Wollankstraße

Am Donnerstagvormittag kam es im Berliner Stadtteil Gesundbrunnen zu einer Körper­ver­letzung mit homofeindlichen Hintergrund.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein queeres Paar, 25 und 29 Jahre alt, gegen 11.45 Uhr Händchen haltend am S-Bahnhof Wollankstraße unterwegs. In der Bahnhofsunterführung am Ausgang Sternstraße kam dem bisexuellen Mann und der schwulen, nichtbinären Person ein Mann entgegen, der die beiden angesprochen und Hundegeräusche nachgeahmt haben soll. Dann soll das queere Paar geschubst, geboxt und geschlagen haben. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige.

Alarmierte Polizeikräfte nahmen den Angreifer aufgrund der Personenschreibung in der Nähe fest. Dieser gab den Polizeikräften gegenüber an, dass eine der beiden queeren Personen ihm mit einer flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben soll. Eine am Ort durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von rund 2,5 Promille. Der 28-Jährige kam zur Blutentnahme sowie erkennungsdienstlicher Behandlung in einen Polizeigewahrsam und wurde anschließend entlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin führt – wie bei Hass­kriminalität üblich – die Ermittlungen.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hass­verbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechts­identität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Ebenfalls am Donnerstag wurde ein Bus-Fahrgast in Tempelhof homofeindlich beleidigt und bespuckt (queer.de berichtete).

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*­innen für queere Menschen. (cw)

In einer früheren Version des Berichts hieß es, bei den Opfern handele es sich um zwei schwule Männer. Dies haben wir nach einem Hinweis der angegriffenen Personen korrigiert. Gegenüber queer.de stellten sie auch klar, dass der Tatverdächtige nicht versucht habe, ihre Hände auseinanderzuziehen.

-w-