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  • 9. März 2024, 13:29h 2 Min.

Symbolbild (Bild: waferboard / flickr)

In Berlin-Kreuzberg kam es am Freitagnachmittag nach einer homofeindlichen Beleidigung zu einer wechselseitigen Körper­ver­letzung. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstag.

Nach ersten Erkenntnissen soll ein 31-jähriger Mann gegen 16 Uhr in ein Café in der Falckensteinstraße gekommen sein und einen Gast homophob beleidigt haben. Als eine 29-jährige Zeugin hinzutrat und den Pöbler aufforderte, dies zu unterlassen, soll er auch sie beleidigt haben. Die Frau soll dem 31-Jährigen daraufhin eine Tasse Kaffee ins Gesicht geschüttet haben. Anschließend habe der Mann ihr mehrfach gegen den Kopf geschlagen.

Die 29-Jährige erlitt Schmerzen im Kopfbereich, verzichtete jedoch auf eine ärztliche Behandlung. Nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung wurde sie vor Ort entlassen. Der 31-Jährige klagte über Schmerzen im Gesicht, verzichtete jedoch ebenfalls auch auf eine ärztliche Behandlung. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle bei ihm ergab einen Wert von 1,38 Promille. Er wurde zum Zwecke der Identitätsfeststellung in einen Polizeigewahrsam gebracht und konnte anschließend ebenfalls seinen Weg fortsetzen. Die weiteren Ermittlungen hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernommen.

Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hass­verbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechts­identität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Erst am Donnerstagmorgen war eine 50-Jährige auf einem U-Bahnhof im Ortsteil Hellersdorf homofeindlich beleidigt worden (queer.de berichtete).

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*­innen für queere Menschen. (cw/pm)