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"Wir halten das für gerechter"
ESC-Regeländerungen: Isaak darf schon im Halbfinale singen
In diesem Jahr gibt es beim Eurovision Song Contest einige kleinere Änderungen im Reglement – davon könnte auch der deutsche Beitrag profitieren.

Isaak wird Deutschland am 11. Mai im ESC-Finale vertreten – und bereits im Halbfinale auftreten (Bild: NDR / Claudia Timmann)
- 12. März 2024, 08:40h 2 Min.
Ein paar kleine Regel-Änderungen sollen den Eurovision Song Contest bei der Austragung in Malmö aufregender machen. Das teilten das schwedische Organisationsteam mit. Dabei geht es unter anderem um die Auftritte der fünf größten Geldgeber Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien und der gastgebenden Nation.
Alle diese ESC-Nationen sind seit Jahrzehnten gemäß den Statuten automatisch für das Finale gesetzt und müssen nicht im Halbfinale um ihr Fortkommen bangen. Das war nicht unbedingt immer ihr Vorteil, weil sie dadurch auch nur einmal live vor TV-Publikum auftreten konnten. Meistens landeten genau diese Länder dann letztlich weit hinten. Das letzte Mal, als nicht eines der sogenannten Big Five oder der Gastgeber an letzter Stelle stand, war vor elf Jahren.
Nun werden diese automatisch fürs Finale qualifizierten Songs auch in den beiden Halbfinals in voller Länge live performt. Und das inmitten der anderen Auftritte. Bisher liefen von ihnen kurze Videoclips am Rande der Show. Dennoch sind diese Acts weiterhin sicher im eigentlichen Finale.
Deutschland wird wie Gastgeber Schweden im ersten Halbfinale, in dem das deutsche Publikum auch abstimmen darf, außer Konkurrenz auftreten, ebenso der britische Beitrag. Im zweiten Halbfinale werden Frankreich, Italien und Spanien live zu sehen sein. ESC-Managerin Ebba Adielsson sagt: "Wir halten das für gerechter. Sie haben jetzt die Gelegenheit, 'in echt' auf der Bühne zu stehen. Das ist auch für die Zuschauer ein Gewinn", so Adielsson.
Weitere Änderungen
Es gibt auch andere Änderungen. Am Abend des Finales werden die Telefonabstimmung und das Online-Voting dieses Jahr direkt mit Beginn des ersten Auftritts freigeschaltet, so dass man seine Stimme direkt unter dem Eindruck des Live-Erlebnisses abgeben kann, statt wie bisher nach dem Ende aller Auftritte und zu deren Zusammenschnitten in der zweiten Showhälfte.
Noch eine Neuerung: Wer aus einem Land kommt, das nicht am ESC teilnimmt, darf vor den drei Shows fast 24 Stunden lang vor Beginn abstimmen. Das Finale des diesjährigen ESC in Malmö geht am 11. Mai über die Bühne, die Halbfinals steigen am 7. Mai und 9. Mai. Deutschlands ESC-Hoffnung Isaak ist mit seinem Song "Always On The Run" dabei (queer.de berichtete). Laut den Wettbüros hat sein Beitrag weit größere Chancen auf den letzten als auf den ersten Platz. (dpa/dk)













