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Eurovision Song Contest

Nichtbinärer Popstar neuer Favorit auf ESC-Sieg 2024

Seit dem Wochenende sehen Wettbüros Nemo erstmals als Favoriten für den ESC an. Grund war ein beeindruckender Auftritt des nichtbinären Popstars in Spanien.


Nemo könnte zum dritten Mal den ESC-Sieg in die Schweiz holen – das letzte Mal gelang das einer gewissen Céline Dion im Jahr 1988 (Bild: SRF)

Laut Wettbüros hat der nichtbinären Popstar Nemo aus der Schweiz beste Chancen auf den Sieg beim Eurovision Song Contest 2024 Mitte Mai in Malmö. Dabei hatte Nemo vor zwei Wochen bei den Buchmachern noch auf dem vierten Rang gelegen – hinter Baby Lasagna aus Kroatien, dem ukrainischen Beitrag von Alyona Alyona & Jerry Heil sowie Italiens Angelina Mango.

Anlass für den Aufstieg ist laut ESC-Blogs ein beeindruckender Auftritt Nemos bei der Eurovision PrePartyES in Madrid am Samstag. Dort präsentierte Nemo den ESC-Beitrag "The Code".

Laut der Seite eurovisionworld.com, die die Quoten mehrerer großer Wettbüros analysiert, hat Nemo nun eine 19-prozentige Gewinnchance. Dahinter liegen Kroatien (16 Prozent), Italien (13 Prozent) und die Niederlande (10 Prozent), die Joost Klein mit "Europapa" nach Malmö schicken. Der schwule britische Popstar Olly Alexander liegt seinem Song "Dizzy" auf dem zwölften Platz – mit einer zweiprozentigen Gewinnchance.


(Bild: eurovisionworld.com)

Dem deutschen Beitrag von Isaak werden dagegen nur geringe Außenseiterchancen eingeräumt. Das Lied "Always On The Run" liegt bei Wettbüros auf Rang 28 von 37 Beiträgen mit einer Gewinnchance von unter einem Prozent. Für einen Einsatz von zehn Euro würden Wettende bei einem deutschen Sieg bis zu 2.500 Euro gewinnen.

Der Song "The Code" behandelt Nemos Reise zur eigenen Identität: "Der Weg zu mir selbst war für mich ein langer und oft schwieriger Prozess", so Nemo. Die Musik sei eine Kombination aus Rap, Drum 'n' Bass und Elementen der Oper. Der Song wurde nicht in einer Fernsehsendung, aber unter Einbezug einer internationalen Publikums- und einer Fach-Jury ausgewählt, so der schweizerische Fernsehsender SRF. Nemo tritt am 9. Mai zunächst im zweiten Halbfinale im südschwedischen Malmö an. Bei den letzten drei Songcontests schaffte es die Schweiz jeweils ins Finale.

Nemo im Heimatland bereits ein Popstar. Der größte Erfolg war das schweizerdeutsche Dialektlied "Du", das es 2017 bis auf den vierten Platz der einheimischen Charts geschafft hat. Nemo hatte sich 2022 auf Instagram als pansexuell geoutet. Ein Jahr später erklärte Nemo gegenüber dem "Tagesanzeiger", nichtbinär zu sein. (cw)

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