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Dreiteilige Serie

Neue Netflix-Doku über Berliner Darkroom-Mörder erschienen

Vor zwölf Jahren hielt ein Serienmörder die Berliner Szene in Aufruhr. In einer dreiteiligen Doku-Serie arbeitet Netflix den Fall auf.


Szene aus der Doku "Crime Scene Berlin: Nightlife Killer" (Bild: Netflix)
  • 5. April 2024, 10:16h 2 Min.

Auf Netflix ist seit Mittwoch die dreiteilige Dokumentation "Crime Scene Berlin: Nightlife Killer" online. Die Serie handelt von einer Mordserie im schwulen Nachtleben der Bundeshauptstadt, die 2012 für Schlagzeilen gesorgt hatte. Mit einer Überdosis der Droge Liquid Ecstasy (Gamma-Hydroxybutyrat/GHB) hatte der von der Polizei gefasste Täter Dirk P. vor zwölf Jahren in kurzer Zeit drei Männer getötet (queer.de berichtete). Sein erstes Opfer fand er in der Cruisingbar "Große Freiheit 114". Die drei Folgen bei Netflix tragen die Titel "Ein rätselhafter Tod", "Ein Serienkiller in Berlin" und "Mordlust".

Kurz nach ihrem Erscheinen ist "Nightlife Killer" bereits auf Platz zwei der deutschen Serien-Netflix-Charts aufgestiegen. Der Dreiteiler liegt damit lediglich hinter der amerikanischen Science-Fiction-Serie "3 Body Problem", die derzeit weltweit erfolgreich ist.


(Bild: netflix.com)

Der Mörder wurde 2013 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt (queer.de berichtete). Allerdings blieb unklar, warum er die Taten begangen hatte. P. hatte im Prozess erklärt, dass es sich bei den Todesfällen um Unfälle gehandelt habe. Er habe seinen Opfern zwar die Droge verabreicht, ihm sei es aber auch um den Rausch beim Sex gegangen. Hintergrund ist, dass das schwer zu dosierende Liquid Ecstasy in sehr geringen Mengen euphorisierend wirkt und in der Szene daher auch als Sex-Droge genutzt wird. Bei einer Überdosierung hemmt GHB den Herzrhythmus und das Atemzentrum, was schnell zum Tod führen kann. Die Netflix-Doku lässt nun mehrere Zeitzeug*innen zu Wort kommen, etwa die damals zuständigen Kriminalbeamt*innen wie auch die Staatsanwältin, Hinterbliebene der Opfer und einen Überlebenden.

Die Mordserie hatte den schwulen Filmemacher Rosa von Praunheim bereits 2019 zu dem Spielfilm "Darkroom: Tödliche Tropfen" (Amazon-Affiliate-Link ) inspiriert (queer.de berichtete). (cw)

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