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Urban-Nachfolger gefunden
Thorsten Schorn wird ESC-Kommentator
Jetzt wissen wir endlich, wer das deutsche ESC-Ergebnis künftig schönreden wird: der offen schwule WDR-Moderator Thorsten Schorn.

Wenn Thorsten Schorn so lange durchhält wie Peter Urban, wird er den ESC im Ersten bis zum Jahr 2050 kommentieren (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)
- 9. April 2024, 10:19h 3 Min.
Der 48-jährige Radio- und TV-Moderator Thorsten Schorn wird neuer ESC-Kommentator bei der Ausstrahlung im Ersten. Das gab der Norddeutsche Rundfunk am Mittwoch bekannt. Schorn löst damit Peter Urban ab, der den Musikwettbewerb zwischen 1997 und 2023 kommentierte (queer.de berichtete).
"Mich hat der ESC schon als Kind fasziniert. Als Deutschland 1982 mit 'Ein bisschen Frieden' gewonnen hat, war ich sechs und habe mich gefreut, als wären wir Fußball-Weltmeister geworden", erklärte Schorn. "Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Nachfolge von Peter Urban als ESC-Kommentator anzutreten. Ich nehme das Fernsehpublikum in Deutschland an die Hand und gemeinsam erleben wir die größte Musikshow der Welt." Großartig am ESC sei gerade der "völkerverbindende Aspekt", so Schorn. "Ganz Europa, sogar mit Australien, trifft sich zu diesem friedlichen, bunten Happening – obwohl es im Kern um einen Wettbewerb geht, den jedes Land natürlich gewinnen möchte."
Andreas Gerling, der Chef des ARD-Teams für den ESC beim NDR, zeigte sich sicher, dass Schorn die richtige Wahl ist: "Thorsten Schorn wird das Publikum mit seiner ESC-Expertise, seiner Leidenschaft, seiner Spontanität, seinem Witz und nicht zuletzt natürlich auch mit seiner sehr markanten Stimme begeistern. Ich bin sicher: Thorsten Schorn und ESC – das matcht."
Seit Jahren im Radio und TV aktiv
Schorn ist vor allem in Nordrhein-Westfalen als Moderator bekannt. 2014 hatte er sich live im WDR-Radiosender 1Live als schwul geoutet (queer.de berichtete). 2015 wurde er als als bester Moderator mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet. Seit 2017 ist er einer der Hauptmoderatoren für WDR 2, dem meistgehörten Einzelradiosender Deutschlands (queer.de berichtete).
Auch im TV ist Schorn immer wieder zu sehen: So ist er etwa Off-Sprecher in allen Staffeln der schwulen Datingshow "Prince Charming" (RTL+) oder der Styling-Show "Shopping Queen" (Vox). Für seine Leistung als Spielleiter bei der RTL-Sendung "Denn sie wissen nicht, was passiert" erhielt er 2020 zusammen mit Thomas Gottschalk, Günter Jauch und Barbara Schöneberger den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung".
Instagram / thorsten_schorn | Thorsten Schorn war auch Harry Wijnvoords Marktschreier in der Neuauflage von "Der Preis ist heiß"
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Schorn bringt auch ESC-Erfahrung mit: So war er beim Eurovision-Song-Contest-Finale 2011 in Düsseldorf Reporter für das tägliche Magazin im ARD-Vorabend oder trat bei Phoenix als ESC-Experte auf. Er wird nicht nur das Finale am 11. Mai in Malmö kommentieren, sondern auch die beiden Halbfinals, die am 7. und 9. Mai im ARD-Spartensender One ausgestrahlt werden. Alle drei Sendungen, die um jeweils 21 Uhr beginnen, werden auch kostenlos in der ARD-Mediathek und der ARD-Audiothek gezeigt.
Das Erste sendet zudem zum ESC-Finale das traditionelle Rahmenprogramm mit den Sendungen "Countdown" (20.15 Uhr) und "Aftershow" (gegen 1 Uhr morgens). Sie werden nicht nur im Ersten, sondern auch im österreichischen ORF und dem Schweizer Fernsehen gezeigt (queer.de berichtete).
Bereits wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Personalie Schorn hatte der österreichische Sender FM4 gemeldet, dass er dieses Jahr erneut das ESC-Finale mit dem Live-Kommentar von Jan Böhmermann und Olli Schulz übertragen wird (queer.de berichtete). (dk)
12.47 Uhr: Artikel mehrfach aktualisiert













