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Krimi
Schwuler Kommissar auf den Spuren seiner Vergangenheit
Marc Voltenauer erweist sich mit seinem neuen Roman "Die Nacht des Blutadlers" als begnadeter Erzähler und Zeremonienmeister der Spannung.

Marc Voltenauer (li.) hat gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Benjamin Amiguet bereits den Reiseführer "111 Orte in den Waadtländer Alpen, die man gesehen haben muss" im Emons Verlag veröffentlicht (Bild: Emons Verlag)
- 10. April 2024, 07:25h 3 Min.
Ein erschütterndes Familiengeheimnis bringt die Welt des schwulen Kommissars Andreas Auer ins Wanken. Auf den Spuren seiner Vergangenheit reist er von Gryon nach Gotland, wo er aufgewachsen ist, und landet in einem Alptraum: Bei seinen Recherchen stößt er auf den ungeklärten Fall einer sechsköpfigen Familie, die in den 1970er Jahren brutal ermordet wurde. Die Inszenierung der Tat deutet auf ein altes Wikingerritual hin. Andreas setzt alles daran herauszufinden, wer die bestialischen Morde begangen hat – bevor der Täter zurückkehrt, um sein Werk zu vollenden. Denn ein Kind der Familie hat überlebt.
Mit seinen Romanen um Kriminalkommissar Andreas Auer ist Marc Voltenauer in der Westschweiz und in Frankreich längst zum Bestsellergaranten geworden. In seinem dritten Fall ermittelt der schwedisch-schweizerische Polizist auf den Spuren seiner eigenen Vergangenheit. Auf der Ostseeinsel Gotland stößt er dabei jedoch nicht nur auf seine familiären Wurzeln, sondern auch auf ein grausames Verbrechen und archaische Rituale aus der Zeit der Wikinger.
Authentisch und lebensnah

"Die Nacht des Blutadlers" ist im Emons Verlag erschienen
Marc Voltenauer erweist sich mit "Die Nacht des Blutadlers" als begnadeter Erzähler und Zeremonienmeister der Spannung. Mit feinem Gespür für das Wechselspiel von Suspense und Entspannung und großer Übersicht über die komplexen Handlungsstränge fesselt er seine Leser in den Szenen und Momenten seiner Geschichte. Herausgekommen ist ein atemberaubender Thriller über nordische Mythologie, ungesühnte Verbrechen und die Suche nach der eigenen Identität. Dabei verbindet ihn mit seinem Kriminalkommissar Andreas Auer nicht nur der Wohnort, ein kleines westschweizer Alpendorf, sondern auch die schwedische Abstammung und die Faszination für Gotland. Die schwedische Insel wird im Buch trotz des düsteren Sujets in all ihrer Vielfalt und Schönheit so authentisch und lebensnah dargestellt und ist weit mehr als eine Kulisse für die mitreißende Handlung. Ein Roman, der einen süchtig macht und bei dem man schon nach wenigen Absätzen ahnt: Der beste Schwedenkrimi des Jahres kommt 2024 aus der Schweiz.
"Die Nacht des Blutadlers" ist der dritte Teil der Reihe um Andreas Auer und jetzt in deutscher Übersetzung von Franziska Weyer als 480 Seiten starkes Taschenbuch für 20 Euro sowie als E-Book für 15,99 Euro (Amazon-Affiliate-Link ) erschienen. Eine Leseprobe als PDF haben wir hier.
Marc Voltenauer, geboren 1973 in Genf, studierte zunächst Theologie und arbeitete dann im Bankwesen und in der Pharmaindustrie. Seine Romane gewannen in der Schweiz und in Frankreich renommierte Literaturpreise. Der Westschweizer Autor, der mit seinem Lebensgefährten in dem kleinen Alpendorf Gryon in der Nähe von Genf lebt, ist in der französischsprachigen Schweiz und in Frankreich längst ein Bestsellergarant. Gemeinsam mit seinem Lebensgefährten Benjamin Amiguet hat Marc Voltenauer im Emons Verlag zudem den Reiseführer "111 Orte in den Waadtländer Alpen, die man gesehen haben muss" veröffentlicht. Zudem haben sie auch zusammen Bände der Schweizer Kinderkrimiserie "Tatort Schweiz" geschrieben. Zwei davon sind auf Deutsch übersetzt und beim Verlag Auzou erschienen. (dd/pm)
Marc Voltenauer: Die Nacht des Blutadlers. Roman. Aus dem Französischen von Franziska Weyer. 480 Seiten. Emons Verlag. Köln 2024. Klappenbroschur: 20 € (ISBN 978-3-7408-2032-9). E-Book: 15,99 €
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