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Washington (queer.de) - Präsident George W. Bush will kommende Woche bei einer Pressekonferenz seine Unterstützung für eine Verbot der Homo-Ehe in der US-Verfassung bekunden. Das berichtet das konservative Magazin "The Weekly Standard". Im Artikel heißt es: "Bush wird am 5. Juni im Rose Garden (einem Garten vor dem Weißen Haus, Anm. d. Red.) mit Anhängern der Verfassungsänderung auftreten. Aus gut unterrichteten Regierungskreisen haben wir erfahren, dass der Präsident dem Verbot 'sehr positiv' gegenüber steht". Mit dem Auftritt im Rose Garden wolle er das Thema an die Spitze seiner Agenda setzen, so "The Weekly Standard". Homo-Gruppen kritisierten den Präsidenten scharf: "Präsidenten präsentieren sich traditionell im Rose Garden, wenn es darum ging, das Volk zu einen und Gerechtigkeit herzustellen", so Joe Solomonese von der "Human Rights Campaign". "Unglücklicherweise wird Präsident Bush mit dieser Geschichte brechen und den Rose Garden dazu missbrauchen, sich für Diskriminierung einzusetzen. Der Präsident sollte damit aufhören, mit der Verfassung zu spielen und endlich damit anfangen, die wirklichen Probleme Amerikas zu lösen." Am 5. Juni wird das Verbot der Homo-Ehe auch im Senat behandelt (queer.de berichtete). Um die Verfassung zu ändern, müssen zwei Drittel der Senatoren und der Abgeordneten im Repräsentantenhaus zustimmen, sowie drei Viertel der Bundesstaaten. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass diese Supermehrheit erreicht wird. Analysten meinen, mit dem Einsatz für die Verfassungsänderung wollten Republikaner ihre Wahlchancen bei den im November stattfindenden Senats- und Repräsentantenhauswahlen verbessern - evangelikale Aktivisten haben gedroht, nicht wählen zu gehen, falls die Republikaner "zu weich" bei gesellschaftspolitischen Themen sind. Den Demokraten werden Chancen eingeräumt, erstmals seit 1994 wieder die Mehrheit im Parlament zu erlangen. (dk)

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#1 FloAnonym
  • 31.05.2006, 16:14h
  • Das wundert doch niemanden wirklich...

    Wer gegen die wirklichen Probleme nichts ausrichten kann, muss ideologisch verklärten Menschen halt ideologischen Mist anbieten, um seine Wähler nicht zu verlieren.
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#2 Adrian AhlhausAnonym
  • 31.05.2006, 16:42h
  • Dieser Präsident hat ein Thema, das ihm als Person nur Vorteile bringt. Seine republikanischen Anhänger sind auf seiner Seite, auch wenn der Irak das Bild stört, die Medien berichten, es gibt Kritik von mehrheitlich angelehnten Meinungsträgern, und letztlich wird sich nichts ändern. - Wenn DAS kein Lehrstück in Sachen Politik ist...
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#3 Weseraal
  • 31.05.2006, 17:33hBremen
  • Also...das war von George Bush ja nicht anders zu erwarten. Er ist ein (christlicher) Fundamentalist und unter seinesgleichen braucht er natürlich Bestätigung. Die christlichen Fundis dürften zu seinen treuesten Wählern gehören...die will er nicht enttäuschen. Obwohl.... nach mal wiedergewählt werden kann er ja nicht
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