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Queer Cinema

Von junger schwuler Liebe bis zur queeren Knast-Clique

"Politisch, persönlich, intim", so lautet das Motto des 27. Filmfestivals "Pink Apple" in Zürich. Vom 23. April bis 2. Mai 2024 stehen 80 Spielfilme und Dokus auf dem Programm. Wir stellen die Highlights vor!


Szene aus dem Eröffnungsfilm "Young Hearts". Der Vorverkauf für das Filmfestival "Pink Apple" in Zürich startet am 16. April 2024 (Bild: Pink Apple)

Mit "Young Hearts", der Teenager-Lovestory über den 14-jährigen Elias und seinen neuen Nachbarn Alexander, wird Zürichs queeres Filmfestival "Pink Apple" am 23. April in Anwesenheit des belgischen Regisseurs Anthony Schatteman eröffnet. Premiere feierte das Regie-Debüt auf der Berlinale in der Reihe "Generation Kplus". Mit Salzgeber ist bereits ein deutscher Verleih gefunden, der Kinostart ist für den 10. Oktober 2024 geplant.

Zum Abschluss am 2. Mai steht das argentinische Knast-Drama "Reas" von Lola Arias auf dem Spielplan, in der die neue Gefangene Yoseli zum Mitglied einer "Wir"-Gruppe von cis Frauen und trans Personen heranwächst. "Ein ergreifender, musikalischer und unglaublich charmanter Film, der alle Konventionen sprengt", verspricht der Katalog zur Closing-Night.

Direktlink | Englischer Trailer zu "Reas"
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Dann wird auch zum mittlerweile zweiten Mal der "Pinke Apfel" samt Preisgeld von 3.000 Schweizer Franken vergeben, um den sich acht Langfilme bewerben. Der Ehrenpreis "Golden Apple" geht diesmal an die in der Schweiz lebende georgische Regieperson Elene Naveriani, die vor kurzem für ihren Film "Blackbird Blackbird Blackberry" auch mit dem Schweizer Filmpreis prämiert wurde. Bei uns startet der Film am 18. April unter dem Titel "Amsel im Brombeerstrauch" in den Kinos.


Elene Naveriani erhält den Ehrenpreis "Golden Apple" (Bild: Sandra Meier / gestaltungskiosk.ch)

Rund 10.000 Zuschauer*innen werden bei "Pink Apple" erwartet. Als gute Tradition finden im Begleitprogramm Vorträge und Workshops statt. "Breaking Bi – warum sind wir Bisexuelle noch heute so unsichtbar?", fragt eine Podiumsdiskussion. Weitere Themen sind "Drohender Backlash: Sind die Rechte queerer Menschen in Gefahr", "Out im Job . ein Kinderspiel?" oder "Mehr als Lust: Einblick in die Welt des Fetischismus".

Zu den Highlights des Festivals gehören die folgenden Filme:

"Goldhammer"

Mit "Berlin Excelsior" bot André Krummel spannende Inneneinsichten in ein Berliner Hochhaus. Gemeinsam mit Pablo Ben Yakov schildert er nun die Geschichte von Marcel Goldammer, einem schwulen Sex-Arbeiter im Ruhestand, der als rechter Politiker auf schnelle Karriere hofft. Geboren als deutscher Christ, lebt er heute als jüdischer Israeli in Tel Aviv und Berlin, liiert mit einem jungen Shanghaier, dessen scheinbar unendlicher Reichtum Marcels ausschweifenden Lebensstil ermöglicht.

"Darklands: Are you ready to go deep?"

Vimeo / Javornik | Trailer zu "Darklands: Are you ready to go deep?"
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Als Weltpremiere startet diese Doku über das größte Indoor-Gay-Fetisch-Event der Welt, das in Antwerpen jährlich zum großen Publikumsmagneten avanciert. Organisator Jeroen und seine heterosexuelle Schwester Nathalie gewähren filmische Insider-Einblicke in die diversen Fetisch-Welten.

"Desire Lines"

Hybrider Spielfilm um einen Helden, der in den Queer Archives von Chicago stöbert, um seine Homosexualität als trans Mann besser einzuordnen. Unterstützung bei der Recherche kommt von einer nichtbinären Person, die im Archiv arbeitet. Bald vermischen sich Fakten und Fiktion. In Fantasiewelten erwachen die schwulen Badehäuser der 1970er Jahre zu neuem Leben.

"Hello World"

Es müssen nicht immer "Young Royals" sein: In dieser schwedischen Coming-of-Age-Geschichte geht es um vier Teenager, die sich als erste in ihrer Schule als lesbisch oder schwul outen. Runa (12), Dina (13), Viktor (12) und Joachim (14) suchen selbstbewusst ihren Weg als queere Menschen und trotzen gemeinsam den üblichen Erwartungen.

"Housekeeping for Beginners"

Direktlink | Trailer zu "Housekeeping for Beginners"
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Der "Queer Lion"-Gewinner von Venedig und nordmazedonische Oscar-Kandidat von Goran Stolevski erzählt die intime Familiengeschichte von Dita und ihrer Lebenspartnerin Suada, die in einer queeren WG leben. Dita wollte nie selbst Mutter werden, aber ein queerfeindliches System zwingt das Paar, Suadas Töchter in einer Scheinehe mit Toni aufzuziehen.

"Love Lies Bleeding"

Direktlink | Deutscher Trailer zu "Love Lies Bleeding"
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Frisch von der Berlinale kommt dieser queere Thriller mit Kristen Stewart. Sie spielt die Managerin eines Fitness-Studios, deren Vater als Waffenhändler sein Geld verdient. Die Begegnung mit der durchreisenden Bodybuilderin Jackie entwickelt sich zur großen Liebe der beiden Frauen. In der Provinz von New Mexico anno 1980 hat diese Lovestory freilich mit reichlich Anfeindungen der brutalen Art zu kämpfen.

"Pas de vagues"

Nach wahren Begebenheiten erzählt das französische Drama von einem jungen, schwulen Gymnasiallehrer, der seine sexuelle Orientierung für sich behält. Das Leben des beliebten Pädagogen ändert sich dramatisch, als eine Schülerin ihm sexuelle Belästigung vorwirft. Plötzlich sieht er sich von allen Menschen in der Schule isoliert. Gerüchte und unbegründete Anschuldigungen machen schnell die Runde. Die Karriere des unschuldigen Lehrers steht plötzlich sehr schnell auf der Kippe.

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