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  • 01. Juni 2006 16 2 Min.

Eine Demonstration von Neonazis am Tag des CSD sorgt in Düsseldorf für Aufregung. Mehrere Aktionen gegen die Rechten sind geplant.

Von Dennis Klein

Besucher des Düsseldorfer CSD werden sich am Samstag bei der Ankunft am Hauptbahnhof wundern: Um 12 Uhr wollen dort Neonazis ihren 4,3 Kilometer langen Demonstrationszug beginnen. Die Polizei erwartet 200 bis 300 Rechtsextreme. Mit einem Großaufgebot von über 1.000 Beamten sollen die Glatzen unter Kontrolle gehalten und CSD-Besucher geschützt werden.

Am liebsten hätte Polizeipräsident Herbert Schenkelberg die braune Kundgebung gleich untersagt - allerdings wäre das Verbot mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Gericht gleich gekippt worden. Die Demo darf daher unter harten Auflagen stattfinden (u.a. Alkoholverbot und das Tragen von Springerstiefeln und Bomberjacken ist untersagt). "Ich kann gut nachvollziehen, dass die Demo der Rechten für die Bürger der Stadt nur schwer erträglich ist, und das gilt auch für mich", so Schenkelberg zur "Rheinischen Post". Als Privatmann hoffe er auf "lauten Protest gegen die Rechten". Gleich drei Gegendemonstrationen sind angekündigt: Die Haupt-Demo, bei der 3.000 Menschen erwartet werden, fängt um 10 Uhr am Oberbilker Markt an. Des weiteren gibt es von 10 bis 17 Uhr eine Veranstaltung des Asta der Uni Düsseldorf am Worringer Platz. Zwischen 10 und 12 Uhr organsiert sich die WASG am Mintrop Platz. Auch die beiden Kirchen rufen unter dem Motto "Rote Karte für Neonazis" zum Protest auf: Treffpunkt ist um 12 Uhr vor der Johanneskirche (Martin-Luther-Platz). Durch Absperrungen will die Polizei verhindern, dass Neonazis und Gegendemonstranten aufeinander treffen.

Der CSD hat sich mit den geplanten Aktionen gegen die Rechten solidarisiert. "Wir sprechen die gleiche Sprache wie die Gegner der Nazi-Demo", so Julia Magerkurth vom Organisationsteam zu queer.de Es werde geplant, bei der CSD-Bühne ab 17 Uhr Aktivisten zu Wort kommen zu lassen. Außerdem sei die Veranstaltung vor der Johanneskirche nicht weit vom Straßenfest entfernt. Wichtig sei vor allem, Flagge zu zeigen gegen Rechts, so Magerkurth.

1. Juni 2006

-w-

#1 AxelAnonym
  • 01.06.2006, 20:06h
  • Sich wie selbstverständlich des Hakenkrezes zu bedienen und unter dem Vorwand der Berichterstattung offen zu zeigen ist schlicht überflüsig und letztendlich kontraproduktiv. Die Widerlichkeit des Symbols wird nicht dadurch besser das es "die Guten" benutzen. Wenn es "die Guten" benutzen um zu zeigen das es "die Bösen" benutzen könnte straffrei sein. Dann muß es aber auch straffrei sein wenn es die Nazis dazu benutzen zu zeigen was "die Presse" zeigt....

    Queer.de wäre gut beraten sich nicht leichtfertig der braunen Symbolik zu unterwerfen und deren Sprache zu sprechen. Also: Löscht doch bitte das Hakenkreuz auf Eurer Hompage. Das hat doch da wirklich nichts zu suchen. :-(
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#2 linuxerAnonym
  • 01.06.2006, 23:05h
  • hauptsache wäre, das der organisierte wiederstand gegen die nazis nich so, wie letztes jahr in brunschweig, durch die polizei unter einsatz von wasserwerfern und gummiknüppeln gebrochen wird.

    denn dann würde wiedereinmal der spruch sich bewarheiten, das "deutsche polizisten schützen die faschisten" an der tagesordnung ist.

    Wenn die polizei gut drauf ist(bzw. deren chef), stellen sie sich auf die seite der gegensdemonstranten und dann kommt der nazitrupp nicht weit....

    www.jungewelt.de/2006/06-01/007.php

    www.antifa.de
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#3 DirkAnonym
  • 02.06.2006, 00:15h
  • Diese ständigen Angriffe gegen die Polizei, wie sie mein linksradikaler Vorredner so schön anführt, finde ich zum Kotzen. Die Polizisten erledigen doch nur ihren Job und wenn Linke Nazis verprügeln wollen, muss das genau so verhindert werden wie umgekehrt. Die oberste Gewalt liegt glücklicherweise bei Staat und nicht bei den Schlägern egal welcher Couleur.
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