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  • 19. April 2024, 10:25h 2 Min.

Günter K. wurde 1991 ermordet (Bild: Polizei Essen)

Mehr als 33 Jahre nach einem mutmaßlichen Raubmord an einem Friseur in Mülheim an der Ruhr hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der heute 62 Jahre alte Mann ist am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt worden und sitzt nun in Untersuchungshaft, so die Ermittler*­innen am Donnerstag. Die Ermittlungsgruppe der Essener Polizei für "Cold Cases" war dem Mann mit deutscher und polnischer Staatsangehörigkeit durch einen Neu-Abgleich von Fingerabdrücken auf die Spur gekommen.

Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an, betonte der ermittelnde Staatsanwalt aus Duisburg Martin Mende am Donnerstag. So sei man derzeit dabei, das Umfeld des Beschuldigten zu erhellen, um möglichst viel über Tathergang, Motiv und Verbleib der Beute zu erfahren.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen bislang von Mord aus Habgier aus: Am 19. Januar 1991 war der 63-jährige Friseurmeister Günter K. erdrosselt in seiner Wohnung gefunden worden. Angestellte hatten sich Sorgen gemacht, nachdem er an dem Samstag nicht in seinem Salon erschienen war. Die Polizei fand seine Wohnung durchwühlt vor, es fehlten zwei wertvolle Uhren sowie Goldmünzen im Wert von mehreren Tausend Mark. Das schwule Opfer war vor der Tat bis in die frühen Morgenstunden durch Mülheimer Kneipen gezogen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden besteht kein unmittelbarer Tatzusammenhang mit einem sexuellen Hintergrund.

Fast zeitgleich wurde ein weiterer "Cold Case" aus dem Ruhrgebiet aufgeklärt: Am Donnerstag nahm die Dortmunder Polizei einen Tatverdächtigen fest, der 1986 einen wohlhabenden schwulen Rentner aus Bergkamen ermordet haben soll (queer.de berichtete). (cw/dpa)