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anyway-Projekt
Neue Umfrage: Welche Erfahrungen machen queere Schüler*innen aus Köln?

Das anyway will wissen, wie virulent die Queerfeindlichkeit an Schulen ist (Bild: anyway e.V.)
- 25. April 2024, 11:55h 2 Min.
Die Kölner Jugendeinrichtung anyway hat eine Online-Umfrage unter queeren Schüler*innen aus der Domstadt zu ihren Erfahrungen mit LGBTI-Feindlichkeit gestartet. Der Fragebogen kann bis zum 24. Mai bei www.anyway-koeln.de/studie beantwortet werden.
Anlass zur Studie hätten die Beobachtungen des im anyway angesiedelten Kölner Aufklärungsprojektes "WiR* – Wissen ist Respekt" gegeben (queer.de berichtete). Dieses habe in den letzten Monaten festgestellt, dass die Queerfeindlichkeit in Schulworkshops steige. "Uns erreichten danach viele Nachrichten von Lehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen, die auch ähnliche Beobachtungen machen. Diese sind teilweise alarmierend", erklärte Jürgen Piger, geschäftsführendes Vorstandmitglied des anyway. Dazu gehörten beispielsweise abgerissene Regenbogenfahnen in Schulen, verbale Attacken gegen queeres Schulpersonal sowie alltägliche Ablehnung durch Teile der Schüler*innen von allem, was mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Zusammenhang steht.
Die Studie soll nun herausfinden, welche konkreten Erfahrungen Schüler*innen machen, die selbst queer sind. Es geht um eigene Diskriminierungserfahrungen von verbaler bis körperlicher Gewalt sowie von Ausgrenzung bis Androhung von Outing gegen den eigenen Willen. Außerdem wird erfragt, bei wem Schüler*innen Unterstützung erhalten haben und was sie sich wünschen, damit sich ihre Situation in Schule verbessert. Erste Ergebnisse der Befragung sollen noch vor dem Ende des Schuljahres veröffentlicht werden.
Das queere Jugendzentrum anyway war 1998 auf Beschluss des Kölner Stadtrats aus den Jugendgruppen "Bad Girls" und "Boy Trek" hervorgegangen – ein Novum in Europa. In einem Vierteljahrhundert haben mehrere zehntausende Jugendliche die Einrichtung besucht. In der Anfangszeit waren es 1.500 pro Jahr, mittlerweile erreicht das anyway 4.000 junge Menschen jährlich – nicht nur aus Köln, sondern auch aus ganz Nordrhein-Westfalen. (pm/cw)
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