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ProSieben-Show
GNTM: Maximilian ist raus
In der elften Folge von "Germany's Next Topmodel" erwischte es überraschend den queeren Wiener Maximilian, dessen moderner Look stets gelobt worden war – und der mit seinem Horror-Coming-out die Zuschauer*innen bewegte.

Maximilian wollte der erste queere Mann werden, der "Germany's Next Topmodel" gewinnt (Bild: ProSieben / Michael de Boer)
- 26. April 2024, 04:22h 2 Min.
Da waren es nur noch 18: Das Kandidat*innenfeld bei der ProSieben-Castingshow "Germany's Next Topmodel" (GNTM) wird immer kleiner. In der am Donnerstagabend ausgestrahlten elften Episode flogen zwei Kandidat*innen raus: Es traf den queeren Wiener Maximilian (21), dessen moderner Look in den bisherigen Folgen stets gelobt worden war, sowie die 22 Jahre alte Bayerin Mare vom Tegernsee.
Sie beide mussten sich den gefürchteten Satz von Heidi Klum anhören: "Ich habe heute leider kein Foto für dich." Maximilian trug es mit Fassung: "Die Reise hier bei 'Germany's Next Topmodel' hat mein Leben verändert", sagte er. "Jeder Tag hier war für mich wie ein Traum." Aber es sei Heidis Entscheidung. "Und dann ist es halt so."
In der zweiten Folge der 19. Staffel hatte Maximilian von seinem Horror-Coming-out erzählt (queer.de berichtete). "Mit 16 haben mich meine Eltern von zu Hause rausgeschmissen", offenbarte er in der ProSieben-Show. "Ich war obdachlos wegen meiner Sexualität." Glücklicherweise gewährten ihm Freund*innen immer Unterschlupf.
Unterwasser-Shooting im Hochzeits-Outfit
Mare vergoss dagegen beim GNTM-Abschied bittere Tränen der Enttäuschung. "Es fehlte die Kontrolle und die ist in diesem Geschäft unabdingbar" – so das Urteil des australischen Mode-Fotografen Russell James. "Bye", sagte sie. Und: "Ich hab' so gehofft."
Vorher hatten die Kandidat*innen sich – zu Kurzzeit-Paaren verkuppelt – beim Unterwasser-Fotoshooting als heiratswillige Verliebte und entsprechend in Hochzeits-Outfits gehüllt in einem Wassertank mit Hochzeitskapellen-Ästhetik à la Las Vegas präsentieren müssen. Mit Maximilian und Jermaine (20) fand sich das einzige Männer-Paar zusammen. Wer gut war, kam direkt eine Runde weiter. Entschieden wurde das Ganze von Show-Chefin Klum, die sich, dem Anlass angemessen, selbst in ein fluffiges, weißes Feder-Brautkleid geworfen hatte.

Jermaine und Maximilian beim Unterwasser-Shooting (Bild: ProSieben / Sven Doornkat)
Der ausgeschiedenen Mare fiel die Aufgabe besonders schwer – Panikattacke inklusive. Sie habe das Gefühl "Ich sterbe gerade", sagte sie. "Wie aus'm Horrorfilm sahen wir aus", sagte Foto-Partner Lucas (24) aus Norderstedt bei Hamburg, der es im Gegensatz zu ihr in die nächste Runde schaffte. "Du hast mit deiner Partnerin diese Woche ein sehr schweres Los gezogen", sagte Klum.
Nach dieser Foto-Shooting-lastigen Folge soll es in der kommenden Woche dann wieder mehr um die Performance der Kandidat*innen auf dem Laufsteg gehen. "Was ist besser als ein Walk? Genau: Drei Walks." (cw/dpa)
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