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Symbolbild: Mann mit Regenbogen-Sombrero (Bild: Hugo Herrera / Unsplash)

Mexiko hat nach langjährigen Bemühungen von Aktivist*­innen sogenannte Konversions­therapien verboten. Der Senat verabschiedete am Freitag (Ortszeit) eine Gesetzesreform, die Freiheitsstrafen von zwei bis zu sechs Jahren für die Durchführung von Praktiken vorsieht, die auf die Änderung der sexuellen Orientierung oder Geschlechts­identität einer anderen Person abzielen.

Bestraft werden soll auch, wer solche Behandlungen finanziert oder erzwingt, wie der Senat nach der Abstimmung mitteilte. Die höchsten Strafen sind vorgesehen, wenn Minderjährige von den Behandlungen betroffen sind. Sollten die Eltern beteiligt gewesen sein, soll ein Gericht über die Sanktionen entscheiden.

Unter "Konversions­therapien" werden verschiedene Praktiken zur angeblichen "Heilung" unter anderem von Homo- und Transsexualität verstanden. Die Methoden umfassen unter anderem Zwangsmedikation, Schläge, Isolation und andere Misshandlungen.

Der Weltärztebund hat erst letztes Jahr "Konversions­therapien" erneut als gefährlich und unethisch verurteilt. Derartige Methoden seien eine "Bedrohung für die Gesundheit und die Menschenrechte derjenigen, die der Praxis unterworfen werden", heißt es in einem Beschluss der Generalversammlung. "Sie können zu Angstzuständen, Depression, einem geringen Selbstwertgefühl, Drogenmissbrauch, Problemen mit Intimität und Suizid führen" (queer.de berichtete). (mize/dpa)

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