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"Glee"-Schauspieler
Darren Criss bezeichnet sich als "kulturell queer"
"Glee"-Star Darren Criss ist zwar selbst heterosexuell und cisgeschlechtlich. Doch der in einer queeren Hochburg aufgewachsene Schauspieler habe schon in jungen Jahren queere Menschen "vergöttert" und sich zugehörig gefühlt.

Darren Criss am Wochenende bei der Chicago Comic & Entertainment Expo (Bild: IMAGO / WENN)
- 3. Mai 2024, 10:59h 2 Min.
Der amerikanische Schauspieler Darren Criss (37) spielte zwischen 2010 und 2015 in der queeren Erfolgsserie "Glee" fünf Jahre lang den offen schwulen Schüler Blaine Anderson. Doch Criss ist – zur Überraschung vieler seiner Fans – selbst heterosexuell. Allerdings sieht sich er sich nicht nur als "straight kid", sondern als "kulturell queer" an, wie er laut "Entertainment Weekly" am vergangenen Wochenende auf der Chicago Comic & Entertainment Expo sagte.
Konkret deutete der Hollywoodstar an, wie überraschend es gewesen sei, dass ein konservativer Fernsehsender eine derartige Serie und die Beziehung seiner Figur mit dem Schüler Kurt (Chris Colfer) überhaupt gezeigt habe: "Jetzt bezeichnet man das einfach nur als eine Beziehung im Fernsehen. Aber um den Zusammenhang zu erklären: Eine schwule Beziehung bei Fox, das ist ziemlich cool, dass ich da dabeisein durfte." Hintergrund ist, dass damals zeitgleich im sendereigenen Nachrichtenkanal "Fox News Channel" aggressiv Stimmung gegen queere Menschen gemacht wurde – und auch heute noch gemacht wird.
Der in der queeren Hochburg San Francisco geborene und aufgewachsene Criss fuhr fort, dass die "schwule Erfahrung" für ihn nichts Fremdes gewesen sei: "Ich bin mein ganzes Leben kulturell queer gewesen", so Criss. "Die Dinge, die ich in meinem Leben versucht habe nachzuahmen und von ihnen zu lernen, sind allesamt 100-prozentig queer." In den queeren Communitys habe er Menschen gefunden, die er "vergöttert" habe. Er freue sich auch darüber, dass er in einer Serie wie "Glee", die in seiner Jugendzeit undenkbar gewesen sei, dabei sein durfte.
Weitere queere Rollen
Darren Criss spielte weitere queere Rollen: So stellte er 2015 am Broadway die genderqueere Figur Hedwig im Kultmusical "Hedwig and the Angry Inch" dar. In der 2018 ausgestrahlten Miniserie "Der Mord an Gianni Versace: American Crime Story" spielte er außerdem den Versace-Mörder Andrew Cunanan. Danach erklärte Criss, dass er künftig keine schwulen Rollen mehr spielen wolle. Er wolle "sichergehen, dass ich nicht wieder ein weiterer heterosexueller Junge bin, der die Rolle einem schwulen Mann wegnimmt", sagte er in einem Interview (queer.de berichtete). (cw)














