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  • 6. Mai 2024, 02:32h 1 Min.

Lena Karch (Bild: privat)

Die trans Aktivistin und Linken-Kandidatin Lena Karch muss bei der Kreistagswahl am 9. Juni 2024 in Kaiserslautern mit ihrem Deadname antreten. Das teilte der Bezirksverband Westpfalz der Linkspartei mit.

"Es macht mich traurig, dass ich unter einem Namen antreten muss, den niemand mehr mit mir verbindet. Und das trotz Ergänzungsausweis, der die EU-Richtlinie erfüllt und ein offizielles Dokument ist", kritisierte Karch die Entscheidung der Wahlbehörde in einer Pressemitteilung. "Gleichzeitig macht es mich wütend, dass Lebensrealitäten einfach ignoriert werden."

Trotz anfänglicher Bedenken entschied sich die Vorsitzende des Vereins Queeres Zentrum Kaiserslautern e.V., dennoch für den Kreistag zu kandidieren: "Zuerst habe ich gezögert, aber dann entschieden, doch zu kandidieren. Es ist wichtig, Gesicht zu zeigen für meine Community und gegen rechte Hetze."

Unterstützung erhielt Karch von der Partei: "Es ist bedauerlich, dass Lena Karch trotz ihrer Identität mit ihrem Deadname kandidieren muss", sagte Linken-Spitzenkandidat Alexander Weinert. "Die Linke steht fest an ihrer Seite und kämpft weiterhin für eine Gesellschaft, die die Selbst­bestimmung und Rechte aller Menschen respektiert." Es sei gut, dass das Selbst­bestimmungs­gesetz beschlossen wurde, so Weinert. "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung!" (mize)

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