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- 9. Mai 2024, 11:27h 1 Min.

Logo der Gruppe: Blase und Prostata in Regenbogenfarben
Die Aids-Hilfe Stuttgart öffnet ihre Räumlichkeiten für ein neues Angebot für queere Menschen mit Diagnose Prostatakrebs. Am Dienstag, den 21. Mai 2024 um 18 Uhr wird sich erstmalig die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe "Prosecco" treffen.
"Die neue Selbsthilfegruppe bietet einen geschützten Rahmen für schwule, queere, bi-, inter- und transsexuelle Menschen", teilte die Aids-Hilfe mit. "In diesem können sie über ihre speziellen Herausforderungen im Umgang mit der Erkrankung sprechen und sich gegenseitig unterstützen." Studien Hätten gezeigt, dass beispielsweise schwule und bisexuelle Männer nach der Behandlung von Prostatakrebs unzufriedener mit ihrer Lebenssituation und eher von Depressionen betroffen seien als heterosexuelle Männer.
"Die Prostata spielt eine große Rolle im Sexualleben", so die Aids-Hilfe. Die Zielgruppe der Selbsthilfegruppe, die Sex mit Männern hat, sei durch Prostatakrebs anders beeinträchtigt als heterosexuelle Männer.
Der ungewöhnliche Gruppenname setzt sich zusammen aus "Pro" von Prostata und dem italienischen "secco", das übersetzt "trocken" bedeutet. "Denn 'Trockenheit' nach der Behandlung von Prostatakrebs ist für viele Erkrankte ein wichtiges Thema", erklärte die Aids-Hilfe Stuttgart. "Sie betrifft die Harnkontinenz, aber auch die Potenz mit dem sog. 'trockenen Orgasmus' nach einer Entfernung der Prostata."
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage selbsthilfegruppe-prosecco.de. Eine Anmeldung zur Teilnahme an den Gruppentreffen ist erwünscht und über die Website möglich. (cw)














