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  • 06. Juni 2006 11 2 Min.

Washington (queer.de) - US-Präsident George W. Bush hat erstmals seit seiner Wiederwahl in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz seine Unterstützung für ein Verbot der Homo-Ehe in der amerikanischen Verfassung bekundet. "Die Ehe ist das fundamentalste Recht in unserer Gesellschaft und sollte daher nicht von zu aktiven Richtern bestimmt werden", so Bush. Er bezieht sich damit auf ein Urteil des obersten Gerichts von Bundesstaat Massachusetts aus dem Jahre 2003, das die Ehe in dem Neuengland-Bundesstaat auch Schwulen und Lesben geöffnet hatte (queer.de berichtete). "Zu aktive Gerichte haben unserer Nation keine Wahl gelassen. Eine Verfassungsänderung ist die demokratischste Methode, wie wir in unserem Land dieses Problem lösen können", argumentiert der Präsident. Es gilt als so gut wie ausgeschlossen, dass die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verfassungsänderung in beiden Kammern des Parlaments zustande kommt.
Republikaner sind im Wahlkampf
Bush war bei der Ansprache umringt von Unterstützern des "Constitutional Amendment". Unter ihnen waren auch Vertreter fundamentalistischer Gruppen wie James Dobson von der homophoben Lobbygruppe "Focus on the Family". Derzeit debattiert der US-Senat über das angestrebte Verbot der Homo-Ehe, das auch die bisher in Massachusetts geschlossenen Ehen für ungültig erklären würde. Mit dem neuerlichen Versuch will der Präsident und seine republikanische Partei Beobachtern zufolge die Parlamentswahlen im November beeinflussen. Derzeit sind die Amerikaner unzufrieden mit ihrer Regierung. Als dringlichste Fragen werden der Irakkrieg, die hohen Benzinpreise, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft genannt. Allerdings gehen Strategen davon aus, dass konservative Christen, die Basis der Republikaner, die Ablehnung der Homo-Ehe als wichtig ansehen. Das Magazin "Newsweek" zitiert in seiner neuen Ausgabe einen Bush-Freund, der behauptet, das Thema sei nur aus politischen Kalkül auf die Tagesordnung gekommen: "Ich denke, dass er (Bush) sich einen Scheiß darum schert. Er spricht nie über solches Zeug." (dk)

-w-

#1 StarletAnonym
  • 06.06.2006, 17:58h
  • Und was verspricht sich Bush vom Verbot der "Homo-Ehe"? Werden diejenigen Homos, die ihre Partnerschaft gerne hätten eintragen lassen, jetzt wohl eine Frau heiraten???
    Da letzteres ganz sicher nicht der Fall sein wird, kann es also nur die "Aversion" homosexuellen Menschen gegenüber sein, die ihnen keine vergleichbaren Rechte zugestehen will.
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#2 metinAnonym
  • 06.06.2006, 18:09h
  • @ starlet

    was der will ? lärm !
    für die eigenen leute, zum wiederwählen
    für ängstliche zuhörer, als neuwähler.
    christen und machos bei den latinos
    und den einen oder anderen moslem.

    was er nicht will: hillary
    die muss bald leise die gay-community als
    gottes wille preisen oder übersehen.
    mal sehen, wie sie´s macht.
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#3 StephanBerlinAnonym
  • 06.06.2006, 19:14h
  • Tja, was soll Bush Junior auch anderes tun:

    Der Irak-Krieg ein einziges heuchlerisches Fiasko; unsägliches Leiden auf Seiten der irakischen Bevölkerung und auch auf Seiten des blutjungen, ungebildeten Kanonenfutters der US-Army; dazu ein desaströses Haushaltsdefizit.

    USA sind halt verrückt: Clintons Lewisnky-Affäre führte fast zur Amtsenthebung - Bush Junior zettelt einen Krieg an, der auf Lügen baute und man sieht darüber hinweg.

    Um von dem ganzen Schlamassel abzulenken bieten sich halt die Homos an.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich die US-Bevölkerung für verrückt erklären, um auf solche Rattenfänger hereinzufallen.

    Einzig komisch an der Sache ist dieser Verein schwuler und lesbischer Republikaner, der für Bushs Wiederwahl Spendengelder sammelte....; das ist schon wirklich komisch, dieses Ausmaß an Selbtstverleugnung und Selbsterniedrigung, zu dem konservative Schwule fähig sind - wenn es nicht so traurig wäre.

    Und die Moral von der Geschichte: Man hüte sich vor Politikern mit der Bibel/ dem Talmud/ dem Koran in der Hand - dann haben Schwule und Lesben nichts zu Lachen!
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