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ESC-Star
Nemo will in der Schweiz auf Rechte für Nichtbinäre pochen
Nemo konnte als erste nichtbinäre Person das Musikfestival gewinnen, doch im Heimatland werden Nichtbinäre rechtlich nicht anerkannt. Das will der ESC-Star ändern.

Nemo zeigte beim ESC stolz die nichtbinäre Flagge (Bild: IMAGO / Pixsell)
- 13. Mai 2024, 08:21h 2 Min.
Großer Jubel und viele Flaggen der nichtbinären Community: Als der ESC-Star in der Nacht zum Montag auf dem Flughafen Zürich ankam, wurde Nemo von mehr als 100 Fans begeistert empfangen. Nemo hatte am Samstagabend den Sieg beim Eurovision Song Contest in Malmö eingefahren und die Siegestrophäe damit erstmals seit 1988 in die Schweiz geholt (queer.de berichtete). Nemo (24) fuhr auch als erste offen nichtbinäre Person einen Sieg beim ESC ein.
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Posted by Eurovision Song Contest on Monday, May 13, 2024
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Der neue Ruhm soll nun helfen, die Anliegen nichtbinärer Menschen in der Schweiz voranzubringen. Anders als in der Schweiz ist es in Deutschland nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts seit 2018 möglich, beim Eintrag ins Personenstandsregister neben wie früher nur "männlich" und "weiblich" auch "divers" oder "ohne" zu wählen. "Ich setze mich ganz klar für einen dritten Geschlechtseintrag ein", sagte Nemo dem Sender SRF in der Nacht. Das müsse so schnell wie möglich geschehen. Justizminister Beat Jans lud ihn bereits zum Gespräch ein. "Lass uns bald zusammenkommen und über queere Rechte sprechen", schrieb Jans an Nemo.
Die Parlamentsabgeordnete Barbara Steinemann von der rechtspopulistischen und queerfeindlichen Partei SVP ist gegen einen weiteren Geschlechtseintrag. Es stünden schon jetzt jeder Person alle Grundrechte zu. Man müsse die Rechtsordnung "für einzelne Personen" nicht ändern. "Man kann es mit dem Minderheitenschutz auch übertreiben", meinte sie im Gespräch mit dem SRF. Nemo hatte beim Flaggeneinlauf des ESC in Malmö neben der Schweizer auch die Flagge der nichtbinären Community in den Farben gelb, weiß, violett und schwarz auf die Bühne gebracht. Die SVP war bei der letzten Parlamentswahl vor einem guten halben Jahr stärkste Kraft im Land geworden (queer.de berichtete)
Auf Nemos Kalender stand zunächst Ausruhen. "Ich werde in den Garten meines Elternhauses gehen, mich hinlegen und versuchen, etwas herunterzukommen", sagte Nemo. Es gebe viel zu verarbeiten. "Plötzlich zu einem Ding zu werden, das über mich hinausgeht, ist absurd." (dpa/dk)















