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Twenty4Tim

"Weil ich mal Make-up trage, heißt das nicht, dass ich nicht mit einer Frau schlafen kann"

Twenty4Tim spricht in einem NDR-Interview über seine Identitätskrise, böse Fake-Vorwürfe und Heidi Klum als Social-Media-Vorbild.


Twenty4Tim erzählt von seinen Erfahrungen in den letzten Wochen (Bild: Screenshot ARD-Mediathek)

  • 14. Mai 2024, 08:49h 3 Min.

Der bisexuelle Influencer und Sänger Twenty4Tim hat im Interview in der für die ARD-Mediathek produzierten NDR-Talkshow "deep und deutlich" die seit seiner Dschungelteilnahme im Januar kursierenden Fake-Vorwürfe gegen seine Person zurückgewiesen. "Ich bin ein bisschen ruhiger, vielleicht nicht ganz so verrückt. Trotzdem bin ich beides, Tim und Twenty4Tim", sagte der 23-Jährige. "Mir wird oft vorgeworfen, dass ich vom Auftreten her fake bin. Ich habe eine Arbeits-Attitüde und wenn ich nach Hause komme, bin ich der private Tim, der vielleicht auch mal eine Umarmung braucht oder erst dann reflektiert, was ihn beschäftigt."

Er ging auch auf Kritik an seiner Aussage vom Februar ein, mit Dschungel-Mitkandidatin Kim Virginia Sex gehabt zu haben (queer.de berichtete). "Es gab Leute, die gesagt haben, du hattest niemals Sex mit Kim Virginia, du bist doch viel zu feminin", so Twenty4Tim. "Nur, weil ich mal Make-up trage, heißt das nicht, dass ich nicht mit einer Frau schlafen kann. Die Menschen denken teilweise so verschroben."

"Ich wollte nicht mehr so feminin auftreten"

In der Talkshow erklärte Twenty4Tim, dass er in den letzten Wochen "ein bisschen" seiner Individualität verloren habe. "Weil ich auch nicht mehr so feminin auftreten wollte", so der Sänger, der bereits vier Nummer-eins-Hits in den deutschen Charts hatte (queer.de berichtete). "Weil ich es geil fand, mal nicht kämpfen zu müssen, mal keinen Gegenwind zu bekommen. Aber ich habe mich gefragt: Mögen mich überhaupt die Leute oder feiern sie nur das Bild, das sie von mir haben? Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ich mich selber verliere und mich in eine Schiene drücken lasse. Immer wenn das passiert, drehe ich durch."

Problematisch seien dabei besonders Instagram und Co.: "Je länger ich Social Media mache, desto öfter kommen die Phasen, in denen ich nicht mehr kann. Wo ich schon so leichte Burn-out-Züge habe. Wo ich mich unter 100 Leuten alleine fühle", so der 23-Jährige. "Oft schiebe ich es auf mein Gewicht. Aber es ist eher ein Gefühl in mir drin, eine kleine Unzufriedenheit." Hier nimmt er sich ein Vorbild an Übermodel Heidi Klum: "Sie hat bei Instagram ihre Kommentare deaktiviert. Ich glaube auch, dass ich das irgendwann mal machen werde."

Twenty4Tim als Dieter-Bohlen-Klon

Beeindruckt zeigte sich Twenty4Tim von dem RTL-"Poptitan" Dieter Bohlen, mit dem er seit kurzem zusammenarbeitet (queer.de berichtete). "Er hat zwei Häuser. Eines davon ist nur zum Filmen. Ich durfte aber auch das andere sehen. Es war irgendwie surreal", sagte der Nachwuchssstar. "Ich sehe manchmal aus wie er. Ich bin mindestens genauso braun und meine Zähne leuchten Kilometer weit." (cw)