https://queer.de/?49522
Neue PETA-Aktion
Olivia Jones sucht 350.000 Adoptiv-Eltern
Kürzlich ließ sich Olivia Jones für die Tierrechtsorganisation PETA noch im Kochtopf ablichten, jetzt kuschelt sie mit einem Häschen.

Olivia Jones (re.) will erreichen, dass Hunde, Katzen und Co. nicht im Tierheim dahindarben, sondern ein schönes Zuhause finden (Bild: PETA / Marc Rehbeck)
- 14. Mai 2024, 13:06h 2 Min.
Olivia Jones kuschelt mit einem Hasen – und das aus einem guten Grund: Deutschlands bekannteste Dragqueen Olivia Jones hat am Dienstag ihr neues PETA-Motiv vorgestellt. Gemeinsam mit Hasi, einem riesigen Kostümhasen, zeigt sie sich vor der Kamera, um ein Signal für das Thema Tier-Adoption zu setzen. "Adopt, don't shop!" (Deutsch: "Adoptiert, kauft nicht ein") lautet der Slogan der Kampagne, die dazu ermutigt, tierische Mitbewohner*innen stets aus dem Tierheim zu adoptieren und niemals bei Züchterinnen oder Züchtern zu kaufen.
"Hallöchen, ihr Hasen! Ich wünsche mir 350.000 Adoptiv-Herrchen, -Frauchen und alles dazwischen für die Tiere, die jedes Jahr allein in deutschen Tierheimen auf ein neues Zuhause warten", erklärte die 54-Jährige. "Wenn ihr euch für ein Tier als Mitbewohner entscheidet, geht immer ins Tierheim und adoptiert! Die Heime sind völlig überfüllt und wir alle haben es in der Hand, das zu ändern."
Jones bereits seit Jahrzehnten für PETA aktiv
Jones, die auch ihre Mutter kürzlich von den Vorzügen einer tierischen Adoption überzeugen konnte, setzt sich schon seit Jahrzehnten für die amerikanische Tierrechtsorganisation PETA ein. 2019 sprang sie etwa in einen Kochtopf, um für für ein Gesetz zur Betäubungspflicht von Hummern vor dem Kochen zu werben (queer.de berichtete). "Gekocht werden tut weh!", so lautete damals der Claim der Kampagne.
Sie zog außerdem für die "Lieber nackt als im Pelz"-Kampagne blank, protestierte gegen die amerikanische Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken und moderierte darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen der Tierrechtsorganisation, etwa eine PETA-Modenschau. In ihren Hamburger Bars lehnt Olivia Jones das Tragen von Pelzen strikt ab. Ihre Showprogramme seien "komplett frei von tierquälerischer Bekleidung", teilte die Organisation mit.
PETA war in der Vergangenheit auch für seine teils extremen Kampagnen kritisiert worden. So war vor gut zwei Jahrzehnten die antisemitische PETA-Kampagne "Holocaust auf Ihrem Teller" in Deutschland verboten worden. Darin verglich die Organisation den Mord an Millionen von Jüdinnen und Juden in deutschen Konzentrationslagern mit der Produktion von Grillhähnchen. Ein führender PETA-Vertreter musste wegen Volksverhetzung eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen.
Vor einigen Jahren verbreitete PETA außerdem die wissenschaftlich unhaltbare These, dass Hähnchenfleisch Penisse von Menschen schrumpfen lasse (queer.de berichtete). Mit derartigen Schockkampagnen will PETA den Veganismus stärken. (cw)














