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Harrison Butker von den Chiefs

Super-Bowl-Sieger bezeichnet CSDs als "Todsünde"

Harrison Butker, der gerade zum dritten Mal die NFL-Meisterschaft gewonnen hat, macht bei der Abschlussfeier einer katholischen Uni aus seiner Abneigung gegenüber queeren Menschen kein Geheimnis.


Harrison Butker spricht sich als frommer Katholik gegen jegliche Akzeptanz von Homosexuellen oder trans Menschen aus (Bild: IMAGO / USA TODAY Network)
  • 15. Mai 2024, 11:19h 2 Min.

Der American-Football-Superstar Harrison Butker hat am Wochenende bei einer Abschlussfeier des katholischen Benedictine College in Atchison (US-Bundesstaat Kansas) die Absolvent*­innen aufgefordert, keine Pride-Veranstaltungen zu besuchen, weil diese eine Todsünde darstellten.

In seiner Rede warnte der 28-Jährige konkret vor der "Tyrannei von Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion" sowie vor "gefährlichen Genderideologien" und erklärte, dass die Absolvent*­innen "wahren gottzentrierten Stolz (Pride) haben sollten, nicht den Todsünde-artigen Pride, dem ein ganzer Monat gewidmet ist". Er spielte damit auf den "Pride Month" an, der in den USA traditionell im Juni begangen wird.

Butker spielt seit 2017 für die Kansas City Chiefs, mit denen er drei Mal die nationale Meisterschaft (Super Bowl) gewonnen hat, zuletzt im Februar. Er ist ein Teamkollege von Travis Kelce, der mit seiner Beziehung mit Superstar Taylor Swift für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Petition gegen Butker gestartet

Die Rede des NFL-Stars führte zu viel Kritik in sozialen Medien, auch wegen weiterer Äußerungen. So sagte Butker in Richtung der Absolventinnen, dass einige von ihnen Karriere machen würden, aber der "wichtigste Titel" einer Frau nach wie vor "Hausfrau" sei. Er kritisierte außerdem Präsident Joe Biden, weil sich dieser trotz seines katholischen Glaubens für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einsetze. Eine Online-Petition, die sich wegen der Entgleisungen für die Entlassung von Butker bei den Chiefs ausspricht, hat binnen weniger Stunden bereits fast 10.000 Unterschriften gesammelt.

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Butker hat bereits in der Vergangenheit seine Ablehnung von queeren Menschen mit seinem katholischen Glauben begründet. Letzten Monat kritisierte er etwa, dass die kürzlich verstorbene Aktivistin Cecilia Gentili ein katholisches Begräbnis erhalten habe. "Wir brauchen Männer, die uns anführen und sagen: 'Das ist nicht richtig. Das ist falsch. Als Katholiken akzeptieren wir so etwas nicht", so Butker damals gegenüber der "Catholic News Agency". (dk)

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