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Vor Coming-out-Tag
Deutsche Fans sichern Fußballern Unterstützung bei Coming-out zu
Ein Fan-Zusammenschluss macht schwulen Fußballern in einem offenen Brief Mut. Ein Versprechen können die Anhänger nicht geben, etwas anderes dagegen schon.

In den deutschen Fußball-Bundesligen der Männer hat sich bislang noch nie ein aktive Profi geoutet (Bild: planet_fox / pixabay)
- 16. Mai 2024, 09:23h 2 Min.
In einem offenen Brief hat ein Fan-Zusammenschluss Profifußballern bei einem möglichen Coming-out Unterstützung zugesichert. Den Fans sei es egal, "wen Ihr liebt, mit wem Ihr eine Familie gründen wollt oder mit wem Ihr die Nächte verbringt", steht in dem auf wiraneurerseite.de veröffentlichten Schreiben, das von vielen Fanclubs aus den drei Profiligen unterstützt wird.
Den Fans sei dagegen nicht egal, "mit welchen Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten Ihr leben müsst", heißt es weiter. "Es ist uns nicht egal, wie viele Menschen unter innerer Isolation und psychischer Belastung zu leiden haben, weil in der Profi-Männerfußball-Blase immer noch das tabuisiert wird, was in anderen Lebensbereichen längst Normalität ist. Nämlich, dass viele Menschen einfach schwul, lesbisch, trans, inter, bi- oder asexuell, kurz: queer sind."
Gruppen-Coming-out am Freitag?
Für Freitag, den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT), hatte der schwule Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban bereits im Februar ein Gruppen-Coming-out im Profifußball angekündigt (queer.de berichtete). Zuletzt schraubte er die Erwartungen jedoch zurück (queer.de berichtete). In Deutschland hat noch kein aktiver männlicher Fußball-Profi seine Homosexualität öffentlich gemacht.
Jeder entscheide selbst über das Wann und Wo seines Coming-outs, schreiben die Fans. "Aber wenn es so weit ist, sind wir da. Wir werden Euren Mut anerkennen und Euch unterstützen. Wir können Euch leider nicht versprechen, dass alle homofeindlichen und diskriminierenden Äußerungen schlagartig aus den Stadien verschwinden. Aber wir versprechen Euch: Wir werden weder jetzt noch dann schweigen. Denn uns alle eint ein starkes Band: die Liebe zum Fußball." (dpa/dk)













