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Fußball-Bundesliga
"Sports Free": Bislang noch kein Profi-Coming-out
Die "Sports Free"-Kampagne startet holprig: Die Website der Initiative war zeitweise nicht erreichbar, zudem hat sich bislang kein einziger Profi geoutet.

Wann gibt es in Deutschland das erste Fußballer-Coming-out? (Bild: EFL)
- 17. Mai 2024, 11:33h 2 Min.
Im Februar hatte der schwule Ex-Jugendnationalspieler Marcus Urban angekündigt, dass zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai ein Massen-Coming-out im Profifußball bevorstünde. Es wollen sich Personen outen aus Österreich, Deutschland und England", so Urban damals (queer.de berichtete). Doch bislang hat sich auf der Kampagnenseite diversero.org noch kein einziger Profi geoutet.
Bislang sind dort nur zwei Personen vertreten: Alexander Wehrle, der Vorstandschef des Tabellendritten VfB Stuttgart, der schon seit Jahren offen schwul lebt, sowie Dirk Elbrächter, der Leiter des Contentmanagements beim Nachbarverein TSG 1899 Hoffenheim. Andere, etwa Union-Berlin-Coach Dirk Zingler, sicherten schwulen Fußballern bei einem Coming-out ihre Unterstützung zu.
Zudem ist diversero.org zur Zeit nur schwer erreichbar. Am Vormittag bekamen die Nutzer*innen sogar "Service Unavailable" zu lesen und konnten die Seite überhaupt nicht aufrufen.
"Sports Free Day" künftig einmal pro Monat
Diversero will jedoch die Tür für weitere Coming-outs offen halten – und zwar auf monatlicher Basis: "Mit Start zum IDAHOBIT am 17.05.2024 erklärt Diversero dafür den 17. eines jeden Monats zum weltweiten 'Sports Free Day'", heißt es auf der Website. "An diesem Tag können weltweit Aktionen stattfinden, um auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, die queere Athlet:innen im Profisport zu bewältigen haben, und um ihnen unsere uneingeschränkte Unterstützung zu bieten." In Deutschland hat sich bislang noch nie ein aktiver Fußballprofi geoutet.
Der IDAHOBIT als Tag für das Massen-Coming-out war zuvor vom Netzwerk Queer Football Fanclubs (QFF) kritisiert worden, weil er direkt vor dem letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga stattfindet (queer.de berichtete). Am Samstag stehen dabei wichtige sportliche Entscheidungen an – etwa welche Vereine in der nächsten Saison auf europäischer Ebene mitspielen werden oder wer in die zweite Bundesliga direkt absteigen oder in die Relegation gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf muss. (cw)














