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Patenschaftsprogramm
LiSL übernimmt Patenschaft für iranische LGBTI-Aktivistin
- 21. Mai 2024, 05:44h 2 Min.

Elham Choubdar (Bild: privat)
Die Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL) haben eine Patenschaft für die im Iran zum zweiten Mal inhaftierte LGBTI-Aktivistin Elham Choubdar übernommen. "Wir wollen daran mitwirken, dass sie und ihre Mitstreiter*innen angesichts der zahlreichen Krisen in der Welt nicht in Vergessenheit geraten", erklärte der LiSL-Bundesvorsitzende Michael Kauch, der auch außenpolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament ist.
LiSL kooperiert mit dem Patenschaftsprogramm HÁWAR.help, das bereits über 450 politische Patenschaften umfasst und sich für die Unterstützung von politischen Aktivist*innen im Iran einsetzt. "Mariam Claren, eine der Initiatorinnen dieses Programms, hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Leidenschaft eine Plattform geschaffen, die es ermöglicht, die Stimmen der Unterdrückten zu stärken und auf Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam zu machen", so LiSL am Montag in einer Pressemitteilung.
Die Situation der LGBTI-Rechte in der Islamischen Republik Iran ist besorgniserregend. Schwule, lesbische und bisexuelle Menschen werden dort diskriminiert, verfolgt und mit schweren und grausamen Strafen belegt – bis hin zur Todesstrafe. Trans Personen sind ebenfalls von Diskriminierung und Gewalt betroffen.
NGOs, Beobachter*innen und Aktivist*innen bezeichnen Elham Choubdar als gewaltlose politische Gefangene, die aufgrund ihrer sexuellen Identität kriminalisiert wird. Sie war zunächst zum Tode verurteilt und aufgrund des internationalen Drucks wurde die Todesstrafe in eine dreijährige Haftstrafe umgewandelt. Bereits Ende 2022 hatte der deutsche Queerbeauftragte Sven Lehmann (Grüne) eine politische Patenschaft für die Aktivistin übernommen (queer.de berichtete). (cw/pm)
Links zum Thema:
» Gefangenen-Profil von Elham Choubdar














