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Filmfestival

Cannes: Erstmals trans Frau als beste Darstellerin ausgezeichnet

Den Preis als beste Darstellerin teilen sich die vier Schauspielerinnen Karla Sofía Gascón, Zoe Saldana, Selena Gomez und Adriana Paz für ihre Rollen in "Emilia Pérez" – Gascón ist die erste trans Frau, die die Auszeichnung erhält.


Karla Sofía Gascón präsentiert ihre Auszeichnung beim Photocall in Cannes (Bild: IMAGO / Bestimage)

Beim Filmfestival in Cannes wurde mit Karla Sofía Gascón erstmals eine trans Frau als beste Darstellerin ausgezeichnet. Die Auszeichnung teilen sich dieses Jahr vier Schauspielerinnen für ihre Rollen in "Emilia Pérez": Sie ging außerdem an Zoe Saldana, Selena Gomez und Adriana Paz. "Dieser Preis ist nicht nur für mich, sondern für alle Menschen, die für sich selbst und ihre Rechte kämpfen", sagte die 52-Jährige Gascón.

Die queere Musical-Komödie "Emilia Pérez" des französischen Filmemachers Jacques Audiard wurde zudem mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Im Mittelpunkt von Audiards zehntem Spielfilm steht ein hohes Tier im mexikanischen Drogenhandel, das seine Vergangenheit hinter sich lassen und ein neues Leben als Frau beginnen möchte.

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Die Queer Palm geht nach Rumänien

Mit dem LGBTI-Filmpreis Queer Palm wurde in diesem Jahr das Drama "Three Kilometers to the End of the World" ausgezeichnet. Der bewegende Film des rumänischen Regisseurs Emanuel Parvu erzählt die Geschichte von Adrian, genannt Adi, einem 17-jährigen schwulen Teenager, der Opfer eines gewalttätigen Übergriffs wird, nachdem er beim Flirten mit einem anderen Jungen in seinem Dorf erwischt wurde.


"Szene aus Three Kilometers to the End of the World" (Bild: Festival de Cannes)

Den Juryvorsitz der Queer Palm hatte in diesem Jahr der belgische Regisseur Lukas Dhont. "Three Kilometers to the End of the World" konnte sich gegen 17 weitere Filme durchsetzen, darunter neben "Emilia Pérez" auch Christophe Honorés neuer Film "Marcello Mio".

Goldene Palme für Film über Sexarbeiterin

Den Hauptpreis der Filmfestspiele von Cannes gewann der US-amerikanische Regisseur Sean Baker mit seiner Tragikomödie "Anora". Der Film erzählt die Geschichte einer Sexarbeiterin, die sich mit einem russischen Oligarchensohn einlässt.

Der zuvor als Favorit gehandelte iranische Filmemacher Mohammad Rasoulof wurde mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Rasoulof war kurz vor Beginn des Festivals die gefährliche Flucht auf dem Landweg aus seiner Heimat gelungen. Er war dort nach Kritik an der iranischen Führung zu acht Jahren Haft und Peitschenhieben verurteilt worden.

Während der Abschlussgala erhielt "Star Wars"-Erfinder George Lucas eine Ehrenpalme für sein Lebenswerk. Als bester Schauspieler wurde Jesse Plemons für seine Rolle in "Kinds of Kindness" von Giorgos Lanthimos ausgezeichnet. Miguel Gomes gewann für "Grand Tour" den Preis für die beste Regie. Für das beste Drehbuch wurde Coralie Fargeat mit "The Substance" geehrt. Ihr Body-Horrorfilm mit Demi Moore in der Hauptrolle handelt von den verheerenden Auswirkungen, die Schönheitswahn haben kann. (cw/AFP/dpa)

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