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- 08. Juni 2006 2 Min.
Washington (queer.de) - Der US-Senat hat es abgelehnt, das Verbot der Homo-Ehe in der US-Verfassung festzuschreiben. 49 Senatoren stimmten für das Verbot, 48 dagegen. Nötig gewesen wäre eine Zweidrittelmehrheit von 67 Senatoren. Auch sieben Republikaner votierten gegen die Verfassungsänderung. Schon vor zwei Jahren war ein ähnlicher Antrag ebenso klar gescheitert (queer.de berichtete). Die Demokraten beschuldigen die Republikaner, mit dem Antrag lediglich Wahlkampf machen zu wollen. Im November wird ein neues Parlament gewählt. Die vorgeschlagene Verfassungsänderung sei ein "Instrument der Engstirnigkeit und der Vorurteile", so Senator Ted Kennedy, mit der die Mehrheitsfraktion aus dem Umfragetief kommen wolle. Der demokratische Fraktionsvorsitzende Harry Reid sagte, mit der Homo-Ehe wolle die Regierungspartei lediglich von den "wirklichen Problemen des Landes" ablenken. Der republikanische Mehrheitsführer Bill Frist verteidigte hingegen das "Marriage Amendment": Die Verbindung zwischen Frau und Mann sei seit Jahrtausenden "der wesentliche Grundstein unserer Gesellschaft", so der ehemalige Herzchirurg. "Wir werden nicht aufhören, bis die Ehe zwischen Mann und Frau endlich geschützt ist", kündigte auch Senator Wayne Allard aus Colorado an. Präsident George W. Bush zeigte sich vom Ausgang der Abstimmung enttäuscht. Die Politiker hätten gegen den Willen der US-Bevölkerung entschieden, da die Mehrheit gegen gleichgeschlechtliche Ehen sei. Bisher gab es in 220 Jahren nur 27 Verfassungsänderungen, die letzte im Jahr 1992. Die Anerkennung der Homo-Ehe ist auf Bundesebene bereits seit 1996 per Gesetz verboten. Befürworter der Verfassungsänderung befürchten jedoch, dass "zu aktive Richter" das das "Gesetz zum Schutz der Ehe" kippen könnten. (dk)















Und dann bestimmt ein anderer Präsident die obersten Richter, die nur auf die Rechte aller Bürger sehen und nicht eine sexuelle Präferenz zum Maß eines Gesetzes machen. Wenn diese 'christlichen' konservativen, politischen Kräfte jetzt schon gegen solch eine mögliche Entwicklung vorgehn wollen, dann sieht die Zukunft in den USA für Schwule und Lesben besser aus.