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Rathaus Neuruppin (Bild: Florian Schäffer / wikipedia)

Im brandenburgischen Neuruppin wollten die Fraktionen Pro Ruppin und BVB/Freie Wähler die im Rahmen der Pride Weeks geplanten "Vorlesetage in Kindergärten" verbieten – am Montag zogen sie jedoch ihren Antrag zurück. Das berichtete am Dienstag die "Märkische Allgemeine".

Der queer­feindliche Antrag, der das Vorlesen aus altersgerechten queeren Kinderbüchern als "Kindeswohlgefährdung" diffamierte, hatte im Vorfeld für mächtig Wirbel gesorgt (queer.de berichtete). Das Interesse an der letzten Sitzung der Stadt­verordneten­versammlung vor den Kommunalwahlen am 9. Juni war entsprechend groß. Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Ines Rehfeld reichte einige der Bücher, die Mitglieder des Queeren Netzwerks Neuruppin in Kitas vorlesen wollen, herum.

Die rund halbstündige Debatte verlief laut der Regionalzeitung sachlich – und klärte offenbar auch die Antragsteller*­innen auf. Man habe den Antrag zurückgezogen, weil nun klar sei, "was wird gelesen, wer liest", meinte Pro-Ruppin-Fraktionschef André Ballast. "Auch wurde gesagt, dass man nicht dran teilnehmen muss. Diese Aufklärung hätte ich beziehungsweise wir uns im Vorfeld von der Stadt gewünscht."

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Auf das Zurückziehen des Antrags reagierten Stadtverordnete und Zuschauer*innen mit Klopfen auf den Tischen sowie Applaus. Die Pride Weeks finden vom 17. bis 28. Juni 2024 zum ersten Mal in der brandenburgischen Kreisstadt statt. (mize)

-w-