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Volles Strafmaß am 11. Juli

Donald Trump schuldig gesprochen: So reagieren queere Organisationen und Hollywood

Die Jury im Prozess um Donald Trump hat den Ex-Präsidenten für schuldig befunden. Reaktionen von LGBTI-Aktivist*innen und zahlreichen Hollywoodstars ließen nicht lange auf sich warten.


Donald Trump nach dem Schuldspruch in New York City (Bild: IMAGO / USA TODAY Network)

Ein schwarzer Tag für Donald Trump (77): Der ehemalige US-Präsident ist im Prozess um die Verschleierung von Schweigegeldzahlungen an die ehemalige Pornodarstellerin Stormy Daniels (45) von zwölf Geschworenen in allen 34 Punkten schuldig gesprochen worden. Das hat die Jury am Donnerstag in New York City verkündet. Zum ersten Mal in der US-Geschichte ist damit ein Ex-Präsident wegen einer Straftat verurteilt worden. Öffentliche Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Die in der queeren Community populäre Stormy Daniels, die etwa eine schwule Datingshow moderiert, ließ laut ABC über ihre Anwälte verlauten: "Große Erleichterung, dass dieser Fall nun vorbei ist. Niemand steht über dem Gesetz und die selbstlose harte Zeit jedes einzelnen Jurymitglieds sollte respektiert und wertgeschätzt werden."

Die ehemalige Pornografie-Darstellerin beschuldigte Trump, vor der Wahl über seinen Ex-Anwalt Michael Cohen 130.000 US-Dollar an sie gezahlt zu haben, damit diese nicht über eine angebliche Affäre auspacke. Eine derartige Zahlung ist an sich nicht illegal, eine Manipulation der Unterlagen zur Verschleierung allerdings schon.

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Folgen für den Wahlkampf Trump gegen Biden?


Stormy Daniels in einem Werbefoto für ihre queere Datingshow "For The Love of DILFs" (Bild: Daddy TV)

Trump selbst erklärte nach der Jury-Entscheidung, ein "sehr unschuldiger Mann" zu sein, das Urteil nannte er eine "Schande". Inwieweit das Urteil sich auf den Wahlkampf zwischen Trump und dem aktuellen US-Präsidenten Joe Biden (81) auswirkt, bleibt abzuwarten. Viel profitiert hat Biden bislang durch die Prozess-Schlagzeilen um Trump nicht.

Die Schuldigsprechung durch die Jury nutzte Biden prompt, um auf X (vormals Twitter) für seine Wahlkampagne mit Vize-Präsidentin Kamala Harris (59) zu werben: "Es gibt nur einen Weg, Donald Trump aus dem Oval Office herauszuhalten: An den Wahlurnen", so der Demokrat . "Spenden Sie noch heute für unsere Kampagne."

/ JoeBiden

Trumps Anhänger*­innen halten den Prozess dagegen für politisch und bezeichneten die Verurteilung als unamerikanisch. So erklärte der offen schwule Aktivist Richard Grenell, unter Trump zeitweise amerikanischer Botschafter in Berlin, im Portal X: "Wenn dein Hass für einen Mann größer ist als die Liebe zu unserem Land, dann könntest du Teil des Problems sein."

Das volle Strafmaß wird vom Gericht am 11. Juli bekannt gegeben. Trump droht eine Geldstrafe oder eine mehrjährige Haftstrafe, die aber auf Bewährung ausgesetzt werden könnte. Trump kann nach dem Urteil Berufung einlegen und trotz rechtskräftiger Verurteilung bei der Präsidentenwahl am 5. November antreten.

LGBTI-Organisationen begrüßen Urteil

Mehrere LGBTI-Organisationen haben das Urteil begrüßt. Kelley Robinson, die Chefin der Human Rights Campaign, erklärte etwa: "Die heutige Verurteilung zeigt, dass niemand über dem Gesetz steht."

GLAAD-Chefin Sarah Kate Ellis ergänzte: "Das Verfahren hat gezeigt, wie Donald Trump gelogen und intrigiert hat, um gewählt zu werden. In vier schrecklichen Jahren hat er LGBTQ-Amerikaner*innen, Frauen und anderen ihre Grundrechte entzogen und dann darüber gelogen, dass er die Wahlen im Jahr 2020 verloren hat. Er hat vielmehr zu einem tödlichen Aufstand am Kapitol aufgerufen, um das Wahlergebnis zu verändern." Nun sei Donald Trump ein verurteilter Verbrecher.

Und was sagt Hollywood?

Auch zahlreiche Hollywoodstars gaben in den sozialen Medien Statements ab. Kultsängerin Barbra Streisand (82) postete etwa auf X: "Der verurteilte Schwerbrecher Donald Trump macht den Richter, die Jury und New York dafür verantwortlich, dass er in 34 Anklagepunkten schuldig gesprochen wurde." Trump werde nie die Verantwortlichkeit für "seine Verbrechen" übernehmen. "Die Amerikaner dürfen nicht zulassen, dass dieser Schwerbrecher jemals wieder in die Nähe des Weißen Hauses kommt."

/ BarbraStreisand
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Der offen schwule "Star Trek"-Star George Takei (87) veröffentlichte anlässlich des Urteils ein Video, in dem Trump schlechte Wirtschaftspolitik vorgeworfen wird.

/ GeorgeTakei
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"Star Wars"-Star Mark Hamill (72) teilte eine Grafik, in der in roter Schrift mehrfach "schuldig" zu lesen ist.

"Only Murders in the Building"-Star Steve Martin (78) schrieb via X: "Stormy Trumps Donald!!!" Mitglieder der republikanischen Partei sollten ernsthaft darüber nachdenken, ob sie einen "verurteilten Schwerbrecher" wählen möchten, so Martin weiter. (spot/cw)

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