Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?49741

Vier Spiele Sperre

Monaco-Profi Camara nach Eklat im Kampf gegen Homophobie bestraft

Der homophobe Spieler Mohamed Camara ist von der französischen Liga für sein Fehlverhalten am letzten Spieltag bestraft worden. Der Monaco-Profi verteidigt jedoch seine homosexuellenfeindliche Einstellung.


Mohamed Camara muss wegen seiner Homophobie die nächsten vier Spiele aussetzen (Bild: IMAGO / PanoramiC)

Mittelfeldspieler Mohamed Camara von der AS Monaco ist für seine Weigerung, an Aktionen gegen Homophobie teilzunehmen, mit einer Sperre für vier Spiele bestraft worden. Das teilte die Disziplinarkommission der französischen Fußballliga am späten Donnerstagabend mit. Der 24 Jahre alte Camara hatte am letzten Spieltag am 19. Mai während des Spiels die Trikotbotschaft, bei der das Wort "Homophobie" durchgestrichen war, und ein Regenbogensymbol verdeckt und sich zudem nicht für ein Mannschaftsfoto vor einem entsprechenden Banner bereitgestellt (queer.de berichtete). Auch zwei weitere Profi-Spieler machten ihre Abneigung gegen die Aktion deutlich (queer.de berichtete).

Frankreichs Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra hatte Camaras Verhalten als "inakzeptabel" bezeichnet und Konsequenzen gefordert. Monacos Trainer Adi Hütter, früher in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach aktiv, hatte nach dem Spiel Medien zufolge gesagt, der Verein unterstütze die clubübergreifende Initiative der Liga – Camaras Verhalten sei "eine persönliche Entscheidung" gewesen. Monaco-CEO Thiago Scuro ergänzte, man werde nun interne Diskussionen mit dem Spieler führen.

- Werbung -

Camara verteidigt seine homophobe Haltung

Camara, dessen Marktwert derzeit auf 25 Millionen Euro beziffert wird, selbst hat laut französischen Medienberichten in einer Anhörung des Ligaverbandes bekräftigt, dass er sich nicht an Aktion gegen Homosexuellenfeindlichkeit beteiligen wird. In seinem Heimatland findet der malische Nationalspieler Unterstützung: Medien aus Mali hatten den 24-Jährigen wegen seiner homophoben Aktion als standhaften Muslim dargestellt, der gegen westliche Dekadenz kämpfe. Berichte wurden mit Fotos des Spielers während einer Pilgerreise nach Mekka illustriert. (dpa/cw)

-w-