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Schleswig-Holstein

Polizei ermittelt nach Hitlergruß beim CSD Pinneberg

In Pinneberg sucht die Polizei einen jungen Mann, der auf der CSD-Demonstration am 1. Juni den Hitlergruß zeigte. Der LSVD übergab den Ermittler*innen Bild- und Videomaterial.


Symbolbild: Einsatzwagen der Polizei (Bild: TechLine / pixabay)

  • 5. Juni 2024, 04:00h 2 Min.

Beim CSD Pinneberg kam es am vergangenen Samstag zu einem strafbaren Zwischenfall. Nach einem Bericht des "Pinneberger Tageblatts" vom Dienstag (Bezahlartikel) zeigte ein junger Mann während der Demonstration erst seinen Mittelfinger und dann den Hitlergruß. Mehrere Personenen erstatteten Anzeige. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) übergab der Polizei Bild- und Videomaterial des Vorfalls, der sich am 1. Juni kurz vor 16 Uhr am Fahltskamp ereignete.

"Solch ein Verhalten ist völlig inakzeptabel, egal ob der Täter aus dem teilnehmenden Kreis kommt", sagte der LSVD-Landesvorsitzende Danny Clausen-Holm gegenüber der Regionalzeitung. "Wir tun alles dafür, dass die Tat aufgeklärt wird." Er empfahl dem jungen Mann, sich schnell bei der Polizei zu stellen, "auch im Hinblick auf das Strafmaß".

Dem Mann drohen bis zu drei Jahre Haft

Die Identität des Täters ist bislang unbekannt. Die Bild- und Videoaufnahmen erwecken den Eindruck, dass er alkoholisiert war. So hielt der junge Mann eine Wodkaflasche in der Hand. Den Hitlergruß zeigte er laut dem Fotomaterial ganz bewusst in Richtung Kamera. Auf einem Bild ist außerdem zu sehen, dass er auch den Wolfsgruß zeigte, das Erkennungszeichen der rechtsextremistischen türkischen Gruppe Graue Wölfe.

Die Verwendung des Hitlergrußes ist nach § 86a des Strafgesetzbuches (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen) verboten und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden. (cw)

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