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Berlin
Bundeskanzler ehrt Queermentor
Die Initiative Queermentor gehört zu den sieben Bundespreisträger*innen des "startsocial"-Wettbewerbs. Neben einem Handschlag von Schirmherr und Bundeskanzler Olaf Scholz gab es 5.000 Euro.

Queermentor-Gründer Pavlo Stroblja (l.) mit Bundeskanzler und "startsocial"-Schirmherr Olaf Scholz (Bild: Gordon Welters / startsocial e.V.)
- 5. Juni 2024, 08:23h 3 Min.
Hohe Auszeichnung für Queermentor: Die gemeinnützige Initiative aus Heidelberg wurde am Dienstag im Rahmen des "startsocial"-Wettbewerbs von Schirmherr und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) empfangen und für ihre Arbeit geehrt. Queermentor unterstützt Menschen aus der queeren Community bei ihrer beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung und setzt sich für Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt ein.
Bereits Ende des letzten Jahres hatte sich die Initiative als einziges LGBTI-Projekt für eines der begehrten Stipendien von "startsocial" qualifiziert. Die insgesamt 100 Stipendiat*innen erhielten eine kostenlose viermonatige Beratung durch ehrenamtliche Coaches, bestehend aus Fach- und Führungskräften aus der Wirtschaft. Das Ziel des Programms ist die Verwirklichung oder Weiterentwicklung der jeweiligen Initiativen durch Beratung, Wissenstransfer und Schaffung eines Netzwerkes.
Großer Projektfortschritt während der Beratungsphase
Bei Queermentor war der Projektfortschritt während der Beratungsphase besonders groß. "Bereits während des Stipendiums konnten drei Unternehmen als Sponsoren gewonnen werden, zum Teil auch bereits mit längerfristigen Förderzusagen", erklärte der startsocial e.V. in seiner Auswertung. Zusammen mit sechs weiteren gemeinnützigen Start-ups wurde Queermentor daher am Dienstag als Bundespreisträgerin geehrt. Alle sieben Initiativen erhalten einen Geldpreis in Höhe von 5.000 Euro.
"Ich freue mich sehr, aber bin vor allem dankbar. Dankbar, dass ich mit Queermentor eine Anlaufstelle für queere Menschen schaffen konnte, eine solche hätte ich mir damals bei meinem Coming-out selbst gewünscht", erklärte Pavlo Stroblja, Gründer und CEO von Queermentor, zur Auszeichnung. "Dass ich für mein Projekt nun eine solche Anerkennung bekomme, bestärkt mich darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind."
Gegründet im Corona-Lockdown
Stoblja gründete Queermentor vor drei Jahren. Die Idee entstand im Corona-Lockdown. Für queere Menschen war diese Zeit eine zusätzliche Belastung. Beratungsstellen waren geschlossen, viele queere Menschen waren einsam und in der Isolation. "Die Idee war, eine digitale Plattform zu schaffen, die niedrigschwellig ist und auf der queere Menschen kostenlos bei ihrem persönlichen Entwicklungsprozess durch Mentor*innen begleitet werden."
Heute unterstützt Queermentor seine Mitglieder durch kostenlose Trainings, Mentorings und den Austausch im wachsenden Netzwerk. "Mit unserer Arbeit schaffen wir Chancengerechtigkeit für queere Menschen in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig wollen wir Unternehmen unterstützen, die mit ihrer Arbeit einen positiven Impact für die LGBTQIA Community leisten wollen. Gemeinsam erreichen wir so die Akzeptanz und Wertschätzung unserer Vielfalt", so Stroblja.
Bis 10. Juli für Beratungsstipendium bewerben
Der "startsocial"-Wettbewerb fördert seit 2001 ehrenamtliches soziales Engagement in Deutschland. Die Zielsetzung des gemeinnützigen Vereins ist die Unterstützung sozialer Initiativen durch Wissenstransfer zwischen der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft.
Für alle ehrenamtlichen Initiativen, die ebenfalls von einem Beratungsstipendium profitieren möchten, besteht aktuell die Möglichkeit, sich bei "startsocial" zu bewerben. Die Bewerbungsphase für den neuen Wettbewerb läuft bereits: Noch bis zum 10. Juli 2024 können Bewerbungen online eingereicht werden. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Homepage von Queermentor
» Homepage des startsocial e.V.














