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Polizeibericht
Berlin-Neukölln: 24-Jähriger homophob beleidigt und geschlagen
Die Hauptstadtpolizei meldet erneut einen homosexuellenfeindlichen Übergriff. Der Tatverdächtige ist hinter Gittern, auch gegen das Opfer wird ermittelt.
- 5. Juni 2024, 11:31h 2 Min.
Berliner Polizeikräfte haben am Dienstagabend einen Mann festgenommen, der in Neukölln einen anderen Mann aus Homophobie beleidigt und geschlagen haben soll.
Nach bisherigen Erkenntnissen habe der 45-jährige Tatverdächtige gegen 19 Uhr in Neukölln auf dem Gehweg der Karl-Marx-Straße/Ecke Boddinstraße den Mann im Alter von 24 Jahren homosexuellenfeindlich beleidigt. Als der 24-Jährige daraufhin den Mann ebenfalls beleidigt haben soll, habe der Ältere den Jüngeren mit der Hand in das Gesicht geschlagen. Er blieb unverletzt.
Die Polizeikräfte brachten den Verdächtigen zur Personalienfeststellung auf eine Polizeidienststelle, wo sich herausstellte, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorliegt. Der Tatverdächtige wurde daraufhin zur Justizvollzugsanstalt Moabit gefahren und den Justizvollzugskräften übergeben. Der Jüngere wurde vor Ort entlassen.
Auch Ermittlungsverfahren gegen Opfer
Polizeikräfte leiteten gegen ihn ebenfalls ein Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Beleidigung ein. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernommen. Das ist in Fällen von Hasskriminalität üblich.
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw)















