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Polizeibericht
Berlin: Schwules Paar nach Kuss verprügelt
Im Volkspark Friedrichshain schlugen und traten drei Männer am Samstagabend ein schwules Paar, das sich auf einer Wiese geküsst hatte. Sie sollten dies vor ihren Frauen und Kindern unterlassen.

Der Angriff ereignete sich auf einer Wiese im Volkspark Friedrichshain (Bild: Gerrit Burow / flickr)
- 9. Juni 2024, 10:54h 2 Min.
Am Samstagabend kam es in Berlin-Friedrichshain zu einem homophoben Angriff auf zwei Männer. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntag.
Kurz nach 20 Uhr soll das schwule Paar auf einer Wiese im Volkspark Friedrichshain gesessen haben. Als sich die Männer zu küssen begannen, sollen sich drei weitere Männer einer in der Nähe befindlichen Familiengruppe zu den 25- und 29-Jährigen begeben haben. Sie sollen dann die beiden Männer aufgefordert haben, das Küssen vor ihren Frauen und Kindern zu unterlassen und hierzu eine andere Örtlichkeit aufzusuchen.
Zwei der Angreifer wurden geschnappt
Aussagen von Zeug*innen zufolge schlug und trat das Trio anschließend auf die beiden sitzenden Männer ein und versuchte sie vom Ort wegzuschubsen. Als es dem homosexuellen Paar gelang, sich aus der Situation zu retten und Zuflucht bei einer anderen Personengruppe zu finden, sollen die drei Angreifer zu ihrer Familie zurückgekehrt sein.
Einer der Tatverdächtigen entfernte sich noch vor dem Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Polizeieinsatzkräfte vom Ort. Von den anderen beiden stellten sie die Personalien fest. Die Männer im Alter von 34- und 33-Jahren wurden nach Abschluss der Maßnahmen am Ort entlassen.
Die beiden Angegriffenen klagten über Schmerzen am Kopf und hatten einige Hautabschürfungen, wollten sich zunächst jedoch nicht ärztlich behandeln lassen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat – wie bei Hasskriminalität üblich – die weiteren Ermittlungen übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.
Berliner Polizei für queerfeindliche Hasskriminalität sensibilisiert
Immer wieder gibt es aus Berlin Berichte über LGBTI-feindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für queere Menschen. (cw)














