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"Das letzte Tabu"

ZDF zeigt Doku über Homosexualität im Fußball in der Primetime

Drei Tage vor dem Start der Fußball-EM strahlt das ZDF "Das letzte Tabu" in einer Free-TV-Premiere aus.


Das ZDF zeigt "Das letzte Tabu" zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr (Bild: Broadview Pictures)

  • 11. Juni 2024, 10:21h 2 Min.

Bereits im Februar hatte Prime Video die hochgelobte Dokumentation "Das letzte Tabu" gezeigt (queer.de berichtete). Für alle Nicht-Amazon-Kund*innen hat nun das ZDF die Rechte erworben – und strahlt die 90-minütige Sendung am Dienstagabend zur besten Sendezeit in ihrem Hauptprogramm aus. Nach der Ausstrahlung wird die Doku auch 30 Tage kostenlos und ohne Werbung in der ZDF-Mediathek zum Streamen zur Verfügung gestellt.

"Das letzte Tabu" beleuchtet die inneren und äußeren Konflikte schwuler Profifußballer. Deren Biografien können zwar unterschiedlicher nicht sein und doch stehen sie alle immer vor dem gleichen Problem: der Wahl zwischen Selbstverleugnung und Befreiung. Während in anderen Lebensbereichen Homosexualität heute kaum noch eine Rolle spielt, scheint das Thema im Profifußball auch heute noch komplett tabuisiert zu sein.


Der britische Fußballer Justin Fashanu bezahlte sein Coming-out mit seinem Leben (Bild: ZDF / Jonas Julian Köck)

In dem Film erzählen neben Thomas Hitzlsperger diejenigen ihre persönlichen Geschichten, die genau dieses Tabu gebrochen haben: Wie der britische Fußballprofi Justin Fashanu, der diesen Tabubruch 1990 erstmals begangen und mit seinem Leben bezahlt hat – dessen Geschichte erzählt seine Nichte Amal. Marcus Urban wiederum stand als Jugendlicher vor dem Sprung in die Bundesliga und traf mit der Entscheidung für sein Coming-out auch eine gegen seinen großen Traum. Die Erzählungen des US-Profis Collin Martin und des britischen Spielertrainers Matt Mortin dagegen lassen erahnen, dass eine gelebte Normalität möglich sein kann.

Autor des Filmes war der renommierte und preisgekrönte Dokumentarfilmer Manfred Oldenburg. Er hatte zuvor unter anderem an der sechsteiligen ZDF-Reihe "Holokaust" mitgearbeitet. "Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, eine Gruppe nur aufgrund der Sexualität vom Fußball auszuschließen", erklärte er vor dem Start seiner Doku auf Prime Video gegenüber queer.de. "Vorurteile sind anerzogen, 1.000 Wiederholungen ergeben eine Wahrheit, und es ist der Ansatzpunkt dieses Films, gegen diese Vorurteile vorzugehen." (pm/dk)

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