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Hochzeitsglocken nach Vizemeisterschaft
VfB-Vorstandschef heiratet seinen Freund
Der VfB-Chef schwebt auf Wolke sieben: Nach einer überraschend guten Saison gibt Alexander Wehrle Anfang August seinem langjährigen Freund das Jawort.

Alexander Wehrle (re.) bei einem Auftritt mit Freund Thomas Kugler 2016 in Köln (Bild: IMAGO / Eduard Bopp)
- 14. Juni 2024, 11:19h 2 Min.
Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart, kann nach der überraschenden Vizemeisterschaft seines Vereins fröhlich weiterfeiern: Wie der 49-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte, werde er seinen langjährigen Partner Thomas Kugler am ersten August-Wochenende heiraten.
"Ja, das stimmt. Wir freuen uns sehr darauf. Aber alles andere ist und bleibt unsere Privatsache", so Wehrle. Die Hochzeit soll in der Bodensee-Stadt Konstanz vor rund 150 geladenen Gästen stattfinden. Wehrle und Kugler sind bereits seit einem Vierteljahrhundert liiert. In der Öffentlichkeit zeigen sie sich aber nur selten gemeinsam.
Laut "Bild" hat sich das Paar in den Neunzigerjahren auf einer Studentenparty in Konstanz kennengelernt. Damals hatte Wehrle BWL und Jura studiert, bevor es ihn zum Fußballverein in die Landeshauptstadt zog. Wehrle war von 2003 bis 2013 Referent des Vorstands beim VfB Stuttgart, dann wurde er Geschäftsführer beim 1. FC Köln. Im März 2022 wurde er als Nachfolger von Thomas Hitzlsperger Vorstandsvorsitzender beim damals abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart. Zudem hatte er noch Positionen bei DFL und DFB inne.
Viel Zeit für Flitterwochen hat das Paar wegen Wehrles Job nicht: Am 17. August, also zwei Wochen nach der Hochzeit, könnte der VfB im DFL-Supercup seinen ersten Titel der neuen Saison holen. Die Stuttgarter treten in einem Auswärtsspiel gegen Meister und Pokalsieger Bayer Leverkusen an.
Anfang des Jahres zeigte sich Wehrle zuversichtlich, dass es bald auch in Deutschland den ersten offen schwulen Fußballprofi geben werde. "Ich glaube, es ist hierzulande in den letzten Jahren viel vorbereitet worden für das Coming-out eines aktiven Profifußballers", sagte er damals. "Ich bin sicher, dass es das in den kommenden Jahren geben wird – vielleicht nicht von einer einzelnen Person, aber von einer Gruppe" (queer.de berichtete). (dk)














