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USA
Angriff auf "Club Q": Schuldbekenntnis – um Todesstrafe zu vermeiden
2022 tötet A. in einem queeren Club in Colorado Springs fünf Menschen. Die darauffolgende Haftstrafe ist schon mehr als 2000 Jahre lang – und könnte wegen eines Deals mit dem US-Justizministerium noch länger werden.

Der "Club Q" Tage nach der Tat (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
- 19. Juni 2024, 02:22h 2 Min.
Nach tödlichen Schüssen in einem queeren US-Club hat sich die bereits verurteilte Person in einem zusätzlichen Verfahren auf Bundesebene schuldig bekannt, um der Todesstrafe zu entgehen. Im Januar hatte das US-Justizministerium Anklage wegen Hass- und Schusswaffenverbrechen gegen A. erhoben und die Todesstrafe im Gegenzug für ein Schuldbekenntnis vom Tisch genommen. Die zuständige Richterin muss dieser Abmachung aber noch zustimmen, wie US-Medien am Dienstag berichteten.
Bereits zu 2.200 Jahren Haft verurteilt
A. identifiziert als nichtbinär und wurde in einem früheren Verfahren im US-Bundesstaat Colorado wegen Mordes und versuchten Mordes bereits zu mehr als 2.200 Jahren Gefängnis verurteilt (queer.de berichtete). Sollte die Richterin der Abmachung mit dem Justizministerium zustimmen, bekommt A. weitere lebenslängliche Freiheitsstrafen.
Im US-Justizsystem sind enorm lange Haftstrafen, die oft über den Tod eines verurteilten Straftäters hinausgehen, nicht unüblich. Damit soll die besondere Schwere eines Verbrechens symbolisch betont und Abschreckung erzielt werden.
Fünf Menschen kamen ums Leben
Bei der Attacke im November 2022 in Colorado hatte die heute 24-jährige Person fünf Menschen getötet und 19 verletzt (queer.de berichtete). Dutzende weitere Menschen soll sie versucht haben zu töten. Die Tat sei vorsätzlich und böswillig gewesen, hieß es in der Mitteilung des Justizministeriums aus dem Januar. Es lägen zudem Informationen vor, wonach der Angriff "aufgrund der tatsächlichen oder wahrgenommenen sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität" der Clubbesucher*innen begangen worden sei. (cw/dpa)













