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Hessen

Munitionslager entdeckt: Mutmaßlicher Rechtsextremist wollte offenbar queere Menschen töten

Einem Mann wird vor dem Frankfurter Landgericht vorgeworfen, einen Anschlag vorbereitet zu haben. In einem Wald bei Bad Vilbel findet die Polizei nun versteckte Munition.


Ein Rechtsextremist wollte offenbar gezielt queere Menschen töten (Bild: Tim Reckmann / flickr)

  • 21. Juni 2024, 10:13h 1 Min.

Im Zusammenhang mit einem Gerichtsverfahren gegen einen mutmaßlichen Rechtsextremisten ist in einem Wald versteckte Munition entdeckt worden. Sie wurde Dienstag kontrolliert gesprengt, wie das Frankfurter Landgericht am Freitag auf Anfrage mitteilte. Dazu habe eine Maschinenpistole sowie verschiedene Bomben gehört, darunter auch eine Fliegerbombe.

Der Bereich bei Bad Vilbel (Wetteraukreis) sei dazu abgesperrt worden, erklärte das Polizeipräsidium Mittelhessen. Der laute Knall der insgesamt zwei Sprengungen habe zu mehreren Nachfragen geführt. Zuvor hatte Hit Radio FFH darüber berichtet.

Landgericht: Mann wollte "ihm unliebsame Personengruppen" töten

Der Mann gab demnach während der Verhandlung zu, er habe mehrere Munitionslager angelegt, unter anderem im Wald bei Bad Vilbel. Dem mutmaßlichen Rechtsextremisten wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt. Er habe "ihm unliebsame Personengruppen" töten wollen, insbesondere Muslim*innen, Jüd*innen, Grünen-Politiker*innen sowie Angehörige der LGBTQ-Community, erklärte das Landgericht.

Dazu soll er aus stillgelegten Munitionslagern illegal teils funktionsfähige Sprengkörper und Schusswaffen beschafft und Munitionslager an verschiedenen Orten angelegt haben. Der Prozess begann am 14. Mai. (dpa/cw)

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